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Mit Herz und Seele: Marcel Brell im Pavillon.

Mit Herz und Seele: Marcel Brell im Pavillon.
© Christian Behrens

Konzert

Marcel Brells Lehrstunde in Poesie

Einer der besten unter Deutschlands Singer/Songwritern: Marcel Brell (34) gastierte mit seiner Band im Pavillon.

Hannover. Alin Coen ist nicht da; mit ihr hat Marcel Brell dieses Lied eigentlich aufgenommen. Also muss das Publikum einspringen: „Wo die Liebe hinfällt, steht sie wieder auf“, singt es und ist ganz gerührt von sich selbst und diesem Abend.

Im kleinen Saal des Pavillons, der immer ein bisschen aussieht wie ein Klassenraum für Verfügungsunterricht, erteilen der Songwriter und Begleitung eine Lehrstunde in Poesie. In kleiner Besetzung – er an Gitarre, E-Piano und Mikrofon, Hendrik Krause am Bass und Fabian Stevens am Schlagzeug – reproduziert er die puristischen, nie minimalistischen Arrangements seiner Alben „Alles gut, solang man tut“ und „Sprechendes Tier“.

Tolle Texte, Lieder, die sich sofort einbrennen und lange bleiben. Brell verlegt „Keine Worte“ in die Dax-Bierbörse, macht Faxen, scherzt von Dachsen und Lachsen, lässt pfeifen („Fleck“), singen („Kaputt“) oder sich neu kennenlernen – das „Raumschiff“ geht auf Kuschelkurs. Und er, der eine Produzentenkarriere für seine Lieder beendete, singt in „Alles gut, solang man tut“: „Keine Tiefe ohne Fall, Keine Liebe ohne Mut, keine Antwort ohne Fragen“. Alles gut, solang er’s tut.

Von Stefan Gohlisch


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