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Kultur Lukas Rieger ist „mehr ich“
Nachrichten Kultur Lukas Rieger ist „mehr ich“
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00:20 03.03.2018
Smarter Typ: Lukas Rieger beim Interview mit der NP. Quelle: Nancy Heusel
Hannover

 Schon am Mittag war Lukas Rieger mit seiner Crew im Capitol zugange. Die NP traf den 18-jährigen Lehrter vor dem Soundcheck.

Lukas Rieger, wie aufregend ist das, in der Heimat die Tour zu beginnen?

Sehr! Ich will ja immer irgendwas Besonderes in Hannover machen – entweder die Tournee anfangen oder enden lassen. Aufregend ist es, weil anfangs ja immer noch etwas schief gehen kann. Und aufregender als normal ist es auch, wenn Familie und Freunde da sind – das macht es aber auch spannend!

Was werden Sie bei dieser Tour Ihren Fans liefern?

Eine neue Show mit allen neuen Songs, die ich gemacht habe. Neu ist ein großes Akustikset mit Gitarre, so will ich Intimität zwischen den Fans und mir herstellen. Es sind viele Nummern dabei, zu denen man abgehen kann. Das ist das Coole an der Tour, sie hat noch mehr Individualität.

Wie wichtig ist Ihnen Nähe zu Fans? Bei Instagram haben sie gut zwei Millionen.

Es ist ein sehr schmaler Grat, den ich da hinbekommen muss. Aber ich habe in den ganzen Jahren, in denen ich Social Media bediene, viele Erfahrungen gesammelt. Es gibt da keine richtige Regel, man muss aus dem Gefühl entscheiden, wie man etwas postet. Instagram ist zwar noch meine stärkste Plattform, aber die Musik ist im vergangenen Jahr viel, viel mehr in den Vordergrund gerückt. Instagram ist immer noch der Kanal, über den ich meine Fans erreiche, aber nicht mehr der Grund, für den ich jeden Tag aufstehe. Ich stehe jeden Tag auf, um Musik zu machen.

Fotos: Petrow/Heusel

Warum hat sich Ihre Meinung da geändert?

Die Plattform hatte einen ganz anderen Stellenwert: Ich habe immer mehr Follower dazubekommen, habe verfolgt, wie viele Likes ich bekomme. Das stand im Mittelpunkt, die Musik rückte beiseite. Dann habe ich mich aber gefragt: Wieso machst du das hier eigentlich? Wegen der Musik! Ich habe mit der Musik angefangen, und damit soll es auch aufhören. Instagram ist zwar schön, aber eben nur ein Nebeneffekt.

Darüber haben Sie auch mitgeteilt, dass Ihr Opa Klaus gestorben ist ...

Das hat mich sehr traurig gemacht. Für ihn singe ich einen Song, „Tears in Heaven“. Er ist der erste Mensch, den ich in meinem Leben verloren habe. Das ist sehr traurig, aber es ist etwas, was man im Leben nun mal erfährt.

Es hat sich im vergangenen Jahr noch mehr verändert.

Ich habe ein neues Management. Grundsätzlich habe ich geguckt, wer wirklich zu meinem Team gehört, wer wirklich hinter mir und zu mir steht und wer eben nicht. Diese Erkenntnis war wichtig.

Hat sich musikalisch etwas verändert?

Ich bin in meiner Musik erwachsener geworden. Vor ein paar Jahren war alles noch sehr neu. Klar habe ich da beim Songwriting mitgewirkt, habe aber auch viel vorgesetzt bekommen. Beim neuen Album habe ich deutlich mehr mitgeschrieben, war viel, viel mehr involviert. So fühle ich mich gut aufgehoben und kann viel mehr von mir zeigen. Das merkt man meiner Musik auch an – das ist mehr Lukas Rieger, in der Musik bin ich mehr ich.

Ihr Lieblingssong der Tour?

Schwer zu sagen ... Ich mag den Song „Kiss me“ und „Won‘t forget about you“. Das sind für mich die coolsten Live-Nummern.

Sind Sie noch zu haben?

Ich habe keine Freundin. Darüber mache ich mir auch nicht so viele Gedanken, da ich viel unterwegs bin. Aber mal gucken, was so passiert – man weiß ja nie (lacht).

Die NP-Kritik des Konzerts finden Sie hier.

Von Mirjana Cvjetkovic

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