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Kultur Lotto King Karl auf der Gilde Parkbühne
Nachrichten Kultur Lotto King Karl auf der Gilde Parkbühne
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00:17 23.08.2017
HEIMSPIEL: Catch Me Back aus Laatzen rocken mal eben die Gilde Parkbühne, Wetter könnte besser sein. Aber die Stimmung ist gut.
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Der HSV hat gewonnen, und Edelfan Lotto King Karl ist euphorisiert: „Wie viele Spieltage sind’s noch? 33 für die anderen, 35 für den HSV?“ – 96 hat auch gewonnen, und so halten sich die Trikots der beiden HSVs beim zweiten Abend der Löwenbastion-Ersatzkonzerte auf der Parkbühne etwa die Waage.

Bei Torfrock, die mit der Pary anfangen, dominieren jedoch erst einmal Wikingerhelme und Lederjacken im Publikum. Die Viererkombo um Gründungsmitglieder Klaus Büchner und Raymond Voß beginnt druckvoll, der Sound ist bis in die oberste Reihe der Tribünen fühlbar. Ob zum Kneipenblues „Trunkenbold“ oder dem martialischen „Die Sonntagsjäger“ – man genießt die Sonnenstrahlen, die am Vortag noch vermisst wurden und ruft der Band das typische „vielen, tollen Bidde“ zurück, wenn die sich für den Applaus bedankt. Ein Zuschauer hält unermüdlich ein Plastikschwert in die Luft, überraschend viele andere können mitsingen – nicht nur „Beinhart“ und „Volle Granate, Renate“, die natürlich am lautesten mitgegrölt werden.

Zwischen den Konzerten ist viel Durchlauf, von den mehr als 1500 Besuchern insgesamt nutzen wohl viele die Parkbühne als Aufwärmübung für das Maschseefest.

Catch Me Back aus Laatzen versprechen „jede Menge Rock ‘n‘ Roll“ und nehmen das Publikum mit einigen Klassikern rüber zu Lotto King Karl, der gegen 21 Uhr die Bühne betritt. Mit seinen Barmbek Dream Boys (und Girls) gibt es dann Hamburg-Lokalpatriotismus und Feiernummern: „Bis der Arzt kommt“ und „Im Himmel gibt’s kein Alkohol“ regen zum Schunkeln an, während Lotto sich mit dem Schellenring ans Bein klopft. Jetzt ist die Sonne endgültig weg und das schicke Bühnenlicht da – „Nichts so schön wie hier“ beweist nochmal, dass sich zuhause wohl niemand wohler fühlt als die Hamburger.

Von Lilean Buhl

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