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Nachrichten Kultur Lotto King Karl auf Freundschaftsspiel
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14:22 26.02.2017
Hanseat: Lotto King Karl kommt aber auch gerne mal nach Hannover. Quelle: Handout
Hannover

Man weiß, man ist bei Lotto King Karl, wenn man „Three Lions“ als Intro-Song hört - gut 900 Zuschauer sind ins Capitol gekommen, zum „traditionellen Freundschaftsspiel“ der Hamburger in Hannover. Und gefühlt ein Drittel davon im Dress der „Rothosen“. Lottos Konzerte geraten immer mehr zu einem Fußballfanfest.

Lotto, der Sänger und Boss der Barmbek Dream Boys, HSV-Stadionsprecher, Schauspieler und vieles mehr, hat ein Herz für uns Leinestädter. Ein großer Bruder, der auch schon immer einen kameradschaftlichen Blick auf 96 geworfen hat. In Hamburg ist er ein Superstar.

Fünf Musiker hat er dabei, zwei Background-Sängerinnen, und heute wird sein Fußball-Liederbuch geöffnet. Die Songs wie „Seitenwechsel“ drehen sich ums runde Leder, und es geht auch immer ein wenig „Ballermann-mäßig“ zu: „Es ist das letzte Mal, dass wir hier spielen ... bevor 96 wieder aufsteigt!“ „Genau“ und „Hurra“, skandieren die Fans.

Dann rauschen harmlose Midtempo-Balladen mit „zu-Hause-ist’s-am-schönsten“-Poesie von der Bühne, ein flotter Song heißt „Nicht in Blankenese wohn“. Barmbeck scheint also der beste Fleck der Welt zu sein. „Wir sind alle Hamburger Jungs“, oder „Deerns“, wie die Frauen singen, bestätigt es. Zu Akkordeon und Querflöte schmettert die Halle „Prost, noch ’n Schluck“ und „Ich hau mir heut’ die Hucke voll“. Der Abend ist bodenständig, und „gemütlich“ ist es dabei im Capitol, wie man von den Fans hört, die jedes Jahr wiederkommen.

„Ikarus“ spielen sie in einer Akustikversion, die wilden Telecaster-Gitarrensoli von Jürgen „Homie“ Scholz sind dabei eine willkommene Abwechslung von der allzu heimattrunkenen Stimmung. „Sind Hannoveraner heute hier?“ Ja, einige melden sich. Zur Strafe gibt es „Mitten in Barmbek“. Der Song ist gut, keine Frage, schön abgehangen, die Band jammt ausgiebig. Hier und heute regieren die Hamburger, bei uns „Mitten inne Stadt“, Lottos hanseatischer Schnack ist niedlich anzuhören. Und wer mit seinem Bier in den Urlaub fahren will, der weiß jetzt, er ist „biersexuell“. Tom Aeschbachers Pink-Floyd-Orgel bringt die Fans bei „Unten am Hafen“ in Wallung. Und wenn alle solieren dürfen, dann auch Bassmann Jens - goink, bumm, peng.

„Ihr habt noch ’n büsschen Zeit, oder?“ fragt Lotte in die Menge und singt „Elvis ist nicht tot – Elvis lebt in Bielefeld“, wieder mit einem schönen Gitarrensolo. Nach der Bandvorstellung und der Zugabe „Hamburg, meine Perle“, jubilieren die Fans „Seven Nation Army“ und erneut „Hamburger Jungs“. Alles klar, so ist es – Lotto ist „Wieder im Ballbesitz“.

Von Kai Schiering

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