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Kultur Kunstkritiker zeichnen Sprengel in Hannover aus
Nachrichten Kultur Kunstkritiker zeichnen Sprengel in Hannover aus
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09:10 26.02.2018
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Hannover

Kurz flackerte TV-Star Kai Wiesinger groß über die Leinwand und brachte seine Wertschätzung für das Sprengel Museum zum Ausdruck – ein Trailer für den „Museumscheck“ auf 3sat, der gestern auch klarmachte, warum das Sprengel Museum vom internationalen Kunstkritiker-Verband Aica zum „Museum des Jahres gewählt wurde.

Gestern wurde die Urkunde übergeben – bei dem Festakt waren es vor allem die konkret lobenden Worte, die den Ausnahmerang des Sprengel Museums unterstrichen. Den Titel gab es, so Laudatorin Sabine Maria Schmidt, für die „vielseitigen Sonderausstellungen“, dafür, dass das Museum immer wieder seine eigene Sammlung hinterfragt und in den Dialog mit der zeitgenössischen Kunst stellt. Wobei besonders auch die Einbindung des Museums ins städtische Kunstleben bemerkenswert sei. Hannover sei ein Standort mit etlichen „hochrangigen Institutionen für zeitgenössische Kunst“.

In der Jury-Begründung heißt es für die Titelvergabe, dass das Museum auch über eine hervorragende Sammlung verfügt, die „durch eine kluge Ankaufspolitik und weitere Schenkungen ständig wächst“. Preiswürdig sei auch die Gründung des ersten Foto-Blogs im deutschsprachigen Raum, wo über die Kunstform der Fotografie diskutiert werden kann. Aica-Präsidentin Danièle Perrier hob besonders die „Visionen“ hervor, die auch durch den Neubau am Maschsee möglich geworden sind.

Was Sprengel-Direktor Reinhard Spieler gern hörte, der seinem Team dankte und versprach, aus dem Museum auch das letzte bisschen „Potenzial rauszukitzeln“.

Oberbürgermeister Stefan Schostok sah das Museum gar im olympischen Wettbewerb: „Wir haben hier die Goldmedaille geholt.“ Das Museum sei aus dem Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken, und er erinnerte vor allem an die kulturelle Sozialisation von unzähligen Schulkindern, die durch das Haus am Maschsee gelungen ist. Durch den Neubau sei Sprengel in die „Liga der ersten Häuser“ europaweit eingezogen. Hannover sei aber nicht nur dadurch reif für die Bewerbung um den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2025, dazu würde auch die besondere Infrastruktur Hannovers für zeitgenössische Kunst beitragen. Seinen Dank richtete der Oberbürgermeister ausdrücklich auch an den Freundeskreis des Museums, der durch sein Engagement den Neubau so wunderbar gefördert haben. Annette Schwandner (Kulturministerium) überbrachte die Grüße von Kulturminister Björn Thümler.

In der 1948 gegründeten Aica (Association Internationale des Critiques d’Art, Sitz: Paris) sind weltweit in 64 Ländern mehr als 4200 Kunstkritiker zusammengeschlossen.

Henning Queren

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