Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Kultur Komponist greift zu den Sternen
Nachrichten Kultur Komponist greift zu den Sternen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:04 11.03.2018
Himmelsstürmer: Komponist Damian Marhulets im Treppenhaus seines Studios. Quelle: Christian Behrens
Hannover

„Ich neige dazu, zu komplex zu denken“ sagt Damian Marhulets nach einer halben Stunde. Da hat der Komponist über Musik und Videokunst, Philosophen von Leibniz bis Deleuze, von Astrologie und Astronomie gesprochen und vor allem seinem Projekt „Stellar“. Er sagt: „Ich weiß, dass es niemand verstehen wird – aber das ist okay.“

Marhulets hat sich mit Welterklärungsversuchen der Vergangenheit auseinandergesetzt, vor allem jenen, die sich als falsch erwiesen, und besonders gerne den obskuren. Daraus entsteht nun „Stellar“ ein multimediales Gesamtkunstwerk aus mehreren Kunstformen, an mehreren Terminen und auf verschiedenen Plattformen.

Der 37-Järirge lässt seine Erfahrung einfließen. Er wurde geboren in der Sowjetunion, nahm schon als fünfjähriger Oboist am Wunderkindprogramm teil, kam zum Musikstudium nach Hannover und warf kurz vor Schluss hin, um sich der Komposition zuzuwenden – „mein Breaking-Bad-Moment: Ich war jung und radikal“.

Nun also ein radikales Kunstprojekt: „Wir leben doch heute in einer Zeit, in der die Plattform wichtiger geworden ist als die Kunst, die sie transportier: Die Menschen reden mehr über Spotify als über die Musik darauf“, sagt er: „Dem wollte ich etwas entgegensetzen.“

Und so gibt es am 23. Februar eine „Stellar“-Vorpremiere im Kino im Künstlerhaus: Getragen von Musik, die er komponierte, werden computergenerierte Grafiken auf die Leinwand projiziert. das Hauptereignis, folgt im Oktober im Sprengel-Museum: da ist „Stellar“ dann vor allem eine Videoinstallation mit Musik als Soundtrack. Es gibt aber auch eine Live-Performance, einen philosophischen Vortrag und sogar eine Modenschau, und sie alle sollen die Gedanken hinter „Stellar“ sinnlich transportieren. „das ist so in der Musik: Nicht jeder versteht sie intellektuell, aber fast jeder versteht sie auf einer anderen Ebene.“

Stellar im Künstlerhaus: am 23. Februar ab 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet zehn, ermäßigt acht Euro.

Von Stefan Gohlisch

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Ex-Teenie-Star wird zum Rocker: Gil Ofarim spielte im Musikzentrum und plauderte von seiner wechselhaften Karriere.

11.03.2018

Der Deutschpop-Aufsteiger ganz kuschelig: Wincent Weiss gab im Theater am Aegi ein akustisches Konzert. Die Fans waren hingerissen.

11.03.2018

Seelenstriptease mit Weltstar: In „3 Tage in Quiberon“ verwandelt sich Marie Bäumer geradezu beängstigend perfekt in Romy Schneider – und spielt eine Frau, die bei allen Beschützerinstinkte weckte und von niemandem gerettet wurde.

21.02.2018