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RICHTER MIT WUMS: Judge Dredd (Karl Urban) im Dienst.

RICHTER MIT WUMS: Judge Dredd (Karl Urban) im Dienst.

Filmkritik

Kino-Action nach Comic-Art mit „Dredd“

Sylvester Stallone fiel als „Judge Dredd“ vor zwei Jahrzehnten durch. Nun schickt Hollywood den Schauspieler Karl Urban als Supercop „Dredd“ in eine Endzeit-Großstadt - und hält sich ziemlich nahe am Comic. Was bedeutet: Der Film ist vor allem blutig. Am Drehbuch schrieb „TheBeach“-Autor Alex Garland mit.

„Dredd“ erzählt eine Geschichte, wie sie ähnlich simpel auch in den Comics zu lesen ist: ein Mann, ein Auftrag, ein Schauplatz - und hunderte Tote, bis der Schurke erlegt ist. Regisseur Pete Travis kennt sich aus mit Action-Krach („Endgame“). Er greift beherzt in den visuellen Malkasten. Seine Devise: wenig Farbe, viele Grautöne oder am besten gleich ganz schwarz. So schickt er seine Figuren in einer postapokalyptischen Mega-City in ein Ghetto, das aus einem 200-Stockwerke-Hochhaus besteht.

In dem babylonischen Moloch treibt eine Drogenhändlerchefin ihr Unwesen. Die Dame heißt Ma-Ma - wer bei diesem Namen an Muttis fürsorgliche Art denkt, liegt daneben. Schauspielerin Lena Headey darf wahlweise finster blicken oder diabolisch grinsen. Mit einer neuen Droge will sie die Stadt gefügig machen. Als Ma-Ma mal wieder ihrem mörderischen Hobby frönt und Menschen umbringt, wird Supercop Dredd zu Hilfe gerufen. Damit beim Showdown niemand stört, lässt Ma-Ma das Hochhaus abriegeln. Die Metzelei beginnt.

Einen gelungenen cineastischen Einfall gibt es immerhin: Die umkämpfte Droge verlangsamt die Wahrnehmung um das Hundertfache. Und so sehen wir der Bandenchefin Ma-Ma dabei zu, wie sie in der Badewanne liegt und Wassertropfen in extremer Zeitlupe umherfliegen. Oder wie Todgeweihte die Droge nehmen, vom Hochhaus gestoßen werden - und der Kinozuschauer aus ihrer Perspektive den schier ewigen Fall in die Tiefe verfolgt.

Die schauspielerischen Möglichkeiten von Hauptdarsteller Karl Urban sind schwer einzuschätzen: Nur sein Mund ist zu sehen - der Rest von Kopf und Körper ist hinter der Polizeirüstung verborgen. Seine Sätze sind kurz und lauten zum Beispiel: „Ich bin das Gesetz.“

Bewertung: 2/5


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