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Kultur Kalifornische Punkrocker Bad Religion feiern 30. Geburtstag im Capitol
Nachrichten Kultur Kalifornische Punkrocker Bad Religion feiern 30. Geburtstag im Capitol
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11:05 06.08.2010
Bad Religion im Capitol. Quelle: Wilde

VON BENJAMIN BEHRENS

HANNOVER. Es ist heiß und stickig im Capitol. Bestes Bad-Religion-Klima. Vor der Bühne drängen sich die Leute, das macht die Luft umso tropischer. Punkzeit. Der seit langem ausverkaufte Klub ist am Schwanken, Beben, am Aus-den-Nähten-Platzen.

Als dann endlich um 21.10 Uhr Bad Religion die Bühne entern, kommt die Masse ins Driften, Engtanzzeit. Sänger Greg Graffin hat sein Publikum von Song eins an im Griff. Vom ersten Takt von „Do What you Want“ an wird mitgesungen, mitgehüpft und rau gepogt. Die Fans zeigen ihren Lieblingen via Körpersprache, wie sehr sie sie vermisst haben.

Bei den ersten drei Liedern haben die Kalifornier noch mit dem Sound zu kämpfen, dann ist auch das paletti. Die vor kurzem installierte neue Anlage im Capitol bewährt sich fortan bestens.

Und die Band aus L. A. hat sichtlich Spaß, Greg Graffin flitzt über die Bühne, Gitarrist Greg Hetson hüpft wild wie Puck umher. So viel Energie muss überspringen, das Publikum gibt bei jedem Song mehr Gas, die meisten singen völlig textsicher mit. Obwohl der größte Teil der Anhänger zur Bandgründung 1980 altersmäßig bestenfalls in Planung gewesen sein dürfte.

„Wir feiern dieses Jahr unseren 30. Geburtstag“, verkündet Graffin und schiebt „Hätte nicht gedacht, dass wir so alt werden!“ nach. Spontan gibt es ein Ständchen vom Publikum: „Happy Birthday, Bad Religion, happy Birthday to you.“

Nach rund 70 Minuten gönnt sich die Band eine kleine Vor-den-Zugaben-Pause. Bisher gab es eine schöne Auswahl aus 30 Jahren Bandgeschichte auf die Ohren. Dann kommen Bad Religion mit „21st Century (Digital Boy)“, „Sorrow“ und „Punk Rock Song“ nochmal auf den Punk(t). Wow!

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