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Junges Bildsprache steht für «Schönheit und Freiheit».

Junges Bildsprache steht für «Schönheit und Freiheit». © Arne Dedert

Literatur

Jugendliteraturpreise in Frankfurt vergeben

Der Illustrator Norman Junge hat den Jugendliteraturpreis für sein Lebenswerk erhalten. Er erhielt am Freitag auf der Buchmesse den mit 10 000 Euro dotierten Sonderpreis der Jury.

Frankfurt/Main. Junge habe eine Bildsprache entwickelt, "die sich konsequent der Verzweckung entzieht", hieß es in der Begründung. Junges Schaffen "steht für Schönheit und Freiheit und erkennt die Realität der Fantasie an. Zu allen Zeiten ist eine solche Sprache vonnöten, um auf die der Kunst innewohnende Freiheit hinzuweisen."

Der vom Bundesfamilienministerium gestiftete Jugendliteraturpreis wird seit 1956 vergeben. Er ist mit insgesamt 50 000 Euro dotiert. Die Kritikerjury vergab weitere vier Preise in Höhe von jeweils 8000 Euro in den Kategorien Bilder-, Kinder-, Jugend- und Sachbuch.

Den Preis für das beste Bilderbuch erhielten die schwedische Autorin und Illustratorin Pija Lindenbaum und ihre Übersetzerin Kerstin Behnken für "Mia schläft woanders" (Oetinger), "eine ganz alltägliche Kindererfahrung wird in diesem Bilderbuch gegen den Strich gebürstet."

Im Kinderbuch zeichnete die Jury Finn-Ole Heinrich und Rán Flygenring für "Frerk, du Zwerg!" (Bloomsbury) aus: "Quatsch in seinem allerbesten und feinsten Sinne und ein Plädoyer für Anarchie, Mut und Selbstbewusstsein".

Sieger in der Sparte Jugendbuch wurde Nils Mohl mit "Es war einmal Indianerland" (Rowohlt), eine "in raffinierten Zeitsprüngen konstruierte Erzählung" voller "filmischer Gestaltungsmittel: Schnelle Schnitte, Vor- und Rückblenden".

Beim Sachbuch siegten die Franzosen Oscar Brenifier und Jacques Després mit "Was, wenn es nur so aussieht, als wäre ich da?" (Gabriel), ein Buch, das "die wichtigen Fragen der Philosophie behandelt und Antworten gibt, die über die Vermittlung des in Schule und Beruf verwertbaren Wissens weit hinausgehen".

Der Preis der Jugendjury (8000 Euro) ging an "Sieben Minuten nach Mitternacht" (Random House) von Patrick Ness, ein "unglaublich beeindruckendes Buch" über "Verschlossenheit und Zerbrechlichkeit eines Jungen, der einen möglichen Verlust nicht akzeptieren will".

dpa


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