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Kultur Happy End bei „Grease“
Nachrichten Kultur Happy End bei „Grease“
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00:23 20.05.2018
Stimmungsvoll: Szene aus „Grease“. Quelle: Marcel Kohnen
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Hannover

Das ist schon ein Schock für Publikum und Ensemble. Da läuft die erste von sechs „Grease“-Shows im Theater am Aegi, und das Publikum freut sich, „DSDS“-Gewächs Alexander Jahnke aus Lehrte in der Hauptrolle des coolen Danny zu erleben – und plötzlich verletzt er sich. Eine blutende Kopfwunde. Die Show muss abgebrochen werden.

Doch „The Show must go on“. So auch hier. Und so springt am zweiten Abend Kollege Paul Morris ein – und liefert einen Top-Auftritt ab. Hervorragend harmoniert er mit der österreichischen Hauptdarstellerin Veronika Riedl als schüchterner Sandy.

Diese aufwendige, mitreißende Neuinszenierung von Christian Stadlhofer macht einfach großen Spaß: Ein klasse spielendes, singendes und tanzendes großes Ensemble, mitreißende Choreographien, tolle Songs, gespielt von sieben Musikern hinter den Kulissen. Dazu flotte deutschsprachige Dialoge, prima Kostüme, farbenfrohe Kulissen und eine große Leinwand für Bild- und Grafikanimationen-Einspielungen.

Man erlebt eine Hommage nicht nur an die 50er Jahre, sondern auch an das 1971 uraufgeführte Originalstück. Mit Party, Petticoats und Pomade satt, Röhrenjeans, Rock ’n’ Roll und Romantik. Morris und Riedl passen als Liebespaar, singen bestens im Duett. Gebannt verfolgt man ihre dynamische Beziehung: in den vielfältigen Kulissen der Rydell High School, auf dem Schrott- und Sportplatz, im Burger Palace, im Autokino, auf dem Schulball mit dem Tanzwettbewerb und auf der Pyjama-Party der „Pink Ladies“. Und wie sie mit ihren Freunden und Mitschülern klarkommen, mit Gruppenanführer Kenickie, mit der selbstbewussten Rizzo, mit Roger, Marty, Frenchie ...

Witzig Marc Chardon als Moderator Vince Fontaine und als halbstarker Schutzengel in einer Wolken-Szene mit himmlischem Ballett. Ebenso die Schulball-Szene mit der heißblütig-tanzverrückten Cha Cha (Michelle Catherine Härle), die sich Mama-Söhnchen Eugene (Sebastian Prange) zum Tanz krallt. Und die Hits „You’re the One that I want“, „Summer Nights“ und „Sandy“ sind sowieso eine Bank. Am Ende gibt es Medleys als Zugaben und großen Jubel mit stehenden Ovationen.

Und noch ein weiteres Happy End: Alexander Jahnke ist wieder einsatzbereit: „Ich freue mich riesig, dass ich so schnell wieder fit geworden bin und die Wunde gut verheilt“, sagte er der NP. „Vor heimischem Publikum, der Familie und Freunden zu spielen, ist immer etwas besonderes.“ Alle weiteren Shows spielt er nun wieder selbst.

„Grease“ läuft noch bis 19. Mai im Theater am Aegi.

Von Christian Seibt (mit mc)

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