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Kultur Hannovers „Zinnober“ feiert Jubiläum
Nachrichten Kultur Hannovers „Zinnober“ feiert Jubiläum
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00:17 31.08.2017
Seltsames Ding: Die NASA fliegt zu den Sternen – Teil der Ausstellung „Außerirdisch“ in der Galerie Bohai am Schwarzen Bären.
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Hannover

Willkommen im „Gefängnis des Malers“, Abheben zu außerirdischen Gefilden oder einfach mal sehen, welche Kunst man aus Kaffee machen kann: Am kommenden Wochenende startet Hannovers Kunstvolkslauf „Zinnober“ in seine mittlerweile 20. Runde.

Das Jubiläum muss gefeiert werden – mit mehr Galerien, mehr Kunst, mehr Aktionen, mehr Ausstellungsfläche und viel mehr Zeit, „Zinnober“ geht in diesem Jahr über drei Tage und hat die Öffnungszeiten Richtung Abend verschoben.

Wer den Kunstvolkslauf absolvieren will, braucht langen Atem und gute Kondition: 59 Kunstorte werden bespielt mit Malerei, Lesungen, Musik, Installationen, Performances, Kinderaktionen, Filmen und Festen. Oder wie Kulturdezernent Harald Härke sagt: „Zum Jubiläum werden wir mit neuen Ideen und Formaten besondere Akzente setzen.“

Im „Zinnober“ präsentieren sich professionell arbeitende Künstler und Künstlerinen, die in Hannover arbeiten. Mit dabei sind auch die großen Häuser wie Kestnergesellschaft, Kunstverein und die städtischen Galerie Kubus. Reizvoll sind aber vor allem die kleinen Galerien, Projekträume und Atelierhäuser.

Gute Kunst, verständig ausgewählt: Im Jubeljahr gibt es zum ersten Mal eine kuratierte Schau. Im „Atelier: Bettfedernfabrik“ und im Kubus versuchen sich 14 Künstlerinnen und Künstler am Titelthema „Konsens – Kein Konsens“. Konsens dürfte immerhin darüber zu erzielen sein, dass die Werke interessant sind. Wie der „Zirkus Germania“ von Maria Fieseler-Joschkat, in dem die Südamerikanerin allerlei Machtspiele in eine Manege stellt. Oder Harro Schmidt mit einem schrägen Laboraufbau „Von der Durchquerung des Alls“ erzählt. Und könnte sich mit den Machern der Ausstellung in der Galerie Bohai am Schwarzen Bären treffen, die ihre Präsentation schlicht „Außerirdisch“ genannt haben.

Einen Blick in die kunsthistorisch aufregende Vergangenheit versucht die Ausstellung „The fountain mémoire – 100 Jahre ready made“, die das Urinal von Marcel Duchamp ins Zentrum gestellt hat (kuratiert von Rolf Bier).

Zur Feier des Jubiläums gibt es zusätzlich ein Best-of mit einer erneuten Illumination der Lichtinstallation „Naherholung“ von Lotte Lindner und Till Steinbrenner, die die Stadt für drei Jahre angekauft hat. Und das ist dann schon erholsam, was in der einstigen Trammplatz-Unterführung zu erleben ist, dieser Mix aus psychedelisch kreisenden Lichtringen, beruhigenden Worten und sanften Klängen.

Von Henning Queren

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