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Kultur Hannover: 38.000 Besucher bei "Lange Nacht der Kirchen"
Nachrichten Kultur Hannover: 38.000 Besucher bei "Lange Nacht der Kirchen"
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22:15 03.09.2010
Latino-Brass in der St.-Thomas-Kirche in Hannover Quelle: Heusel

„Es ist aufregend, wenn die Kirchen der Stadt pulsieren, mal laut, mal leise“, sagte der evangelisch-lutherische Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann, der am Abend in mehr als einem halben Dutzend Kirchen unterwegs war.

Insgesamt 57 Kirchen mehrerer Konfessionen hatten ihre Pforten von 18 Uhr zum Teil bis weit nach Mitternacht geöffnet und luden zu rund 400 Stunden Kulturprogramm ein. Das Angebot mit viel Musik in speziell beleuchteten Räumen reichte von Tango bis Theater, von Kino bis Kabarett und von Gospel bis zur Gregorianik.

In der Christuskirche plauderten der Sportdirektor von Hannover 96, Jörg Schmadtke, und der Präsident des Bundesliga-Clubs, Martin Kind, über Fußball, Geld, Erfolg und Glaube. „Geld hilft, Erfolg zu planen, aber es ist auch wichtig, dass die Gruppe funktionstüchtig ist“, sagte Schmadtke. „Natürlich ist schön, wenn ein Star dabei ist. Aber ein Star, der sich nicht einfügt, hilft der Mannschaft nicht.“

In der Kreuzkirche prangerte Diakoniepastor Hans-Martin Joost die zunehmende Armut in der Stadt an. Rund 104.000 Menschen lebten in Hannover in Armut, das sei jeder vierte bis fünfte. „Damit steht Hannover an erster Stelle in der Bundesrepublik.“

In anderen Kirchen feierten die Besucher eine afrikanische, keltische, brasilianische oder orientalische Nacht. In der Matthäuskirche tanzten sie bis 2 Uhr Tango, in der Bodelschwingh-Kirche gingen sie bei einem „Candlelight-Krimidinner“ spielerisch auf Verbrecherjagd. Hannover war bundesweit eine der ersten Städte, die eine Nacht der Kirchen organisierten. Inzwischen gibt es rund 30 Veranstaltungen dieser Art in Niedersachsen. epd

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