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Kultur Gleichstellungsbeauftragte will Nationalhymne ändern
Nachrichten Kultur Gleichstellungsbeauftragte will Nationalhymne ändern
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11:03 04.03.2018
Der ehemalige CDU-Generalsekretär Peter Tauber und Bundeskanzlerin Anglea Merkel singen die Nationalhymne. Quelle: dpa
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Berlin

Die Gleichstellungsbeauftragte des Familienministerium, Kristin Rose-Möhring, fordert eine Änderung der deutschen Nationalhymne. In einer Rundmail an die Ministeriumsmitarbeiter formulierte sie bereits konkrete Vorschläge, wie die „Bild am Sonntag“ berichtet.

Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März schlägt die Gleichstellungsbeauftragte vor, die Nationalhymne von 1841 geschlechtsneutral umzuformulieren. „Warum gendern wir nicht die Nationalhymne?“, fragt Rose-Möhring in dem Schreiben, das der Zeitung vorliegt.

Demnach solle die Bezeichnung „Vaterland“ durch „Heimatland“ ersetzt werden. Statt „brüderlich mit Herz und Hand“ soll es künftig „couragiert mit Herz und Hand“ heißen.

Rose-Möhring machte auf internationale Beispiele aufmerksam. Ende Januar stimmte die liberale Partei Kanadas für eine Änderung der Hymne. Dies sei laut Rose-Möhring ein „bedeutendes Zeichen für Gleichberechtigung“. Aus der Passage „True patriot love in all thy sons command“ („Erwecke in unseren Söhnen die Heimatliebe“) wurde „True patriot love in all of us command“ („Erwecke in uns allen die Heimatliebe“).

In Österreich änderte das Parlament nach jahrelangen Diskussionen bereits 2011 den Text der Hymne. Die Söhne durften bleiben, die Töchter kamen hinzu. Seither lautet die neue Passage „Heimat bist du großer Töchter und Söhne, Volk, begnadet für das Schöne“.

Von RND

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