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Kultur Gil Ofarim rockt im Musikzentrum
Nachrichten Kultur Gil Ofarim rockt im Musikzentrum
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13:04 11.03.2018
Auf dass die Haare fliegen: Gil Ofarim im Musikzentrum. Quelle: Florian Petrow
Hannover

Da ist richtig Dampf hinter. Schon zum Start, mit „In your eyes“, „Castaway“ und „U don’t belong 2 me“ zeigt Gil Ofarim, wo es langgeht: druckvoller Hardrock, sägende Gitarren, pumpender Bass, treibendes Schlagzeug, satte Keyboardsounds und darüber seine raue Stimme. Hier feiert einer krachend „Twenty Years“, 20 Jahre im Geschäft, und 200 Fans im Musikzentrum feiern mit.

Ofarim, Jahrgang 1982, hat gleich mehrere Karriere hinter sich: Der Sohn des israelischen Sängers Abi Ofarim war Teenie-Idol, Schauspieler („Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, er spielte sich selbst), Musical-Darsteller, Synchronsprecher, Kandidat bei „The Voice of Germany“ (2012) und 2017 Publikumsliebling und Sieger bei „Let’s Dance“. Fünf Millionen Tonträger hat er weltweit verkauft. Und er will immer noch mehr.

Leidenschaftlich-intensiv sein Gesang. Klasse seine Spielfreude, die seine hervorragende Band mit ihm teilt. Es gibt US-amerikanisch-geprägten melodischen Hardrock mit englischen und deutschen Texten. Er ist auch eine „Plaudertasche“, sagt er selbst: „Habt ihr Zeit mitgebracht?“, fragt er und erzählt von seiner Karriere: wie er für die Foto-Love-Story der „Bravo“ entdeckt wurde, von Plattenfirmen, die ihn auf lange Asien-Tourneen schickte, so dass er in Europa „weg vom Fenster“ war, von seinen ehemaligen Bands Zoo Army und Acht. Und von seinem Idol Michael Jackson, dessen „Man in the Mirror“ er sogleich spielt.

Schön auch die Balladen, teilweise mit Akustikgitarre, wie „Still here“ und „Fading“ aus der Zeit mit Zoo Army. Dann lässt er es wieder richtig krachen, holt für ein paar Songs Metal-Bassist und Tattoo-Model Kevin „The Creekman“ auf die Bühne. In „Change“ fügt er das hebräische Volkslied „Hava Nagila“ ein. Wandelbar ist Gil Ofarim und publikumsnah: Er bietet den Fans kalten Tee an und fordert eine Susanne zum tanz auf.

Als Zugabe bringt er auch seinen 1997er-Durchbruch-Hit „Round ’n’ Round“ – klar, in einer Heavy-Version. Dann läuft er Gitarre spielend durchs Publikum, huscht wieder auf die Bühne und sagt nach über zwei Stunden Rock: „Danke für 20 wunderbare Jahre!“. Die Fans danken auch – mit Riesenjubel.

Von Christian Seibt

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