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Revolution: Markus M. Düllmann als Jean Valjean.

Revolution: Markus M. Düllmann als Jean Valjean.
© Handout

Musical

Gar nicht miserabel, dieses Musical

Politische Umbrüche, gesellschaftliche Tabus und mittendrin eine junge Liebe, die vor so manche Herausforderung gestellt wird: Die Kammeroper Köln und die Deutsche Musical-Company brachten „Les Misérables“ auf die Bühne des Theaters am Aegi.

HANNOVER. . Politische Umbrüche, gesellschaftliche Tabus und mittendrin eine junge Liebe, die vor so manche Herausforderung gestellt wird: Die Kammeroper Köln und die Deutsche Musical Company brachten „Les Misérables“ auf die Bühne des ausverkauften Theaters am Aegi,als Neuproduktion mit der berührenden Musik von Esther Hilsberg.

Ideale, Liebe und Freiheit: Erzählt wird – wie in dem zugrundeliegenden Roman von Victor Hugo – die Geschichte des Häftlings Jean Valjean (Markus M. Düllmann), der wegen Diebstahls und zahlreicher Fluchtversuche zu mehreren Jahren Haft verurteilt wurde. Als er nach seiner Freilassung wie ein Aussätziger behandelt und von der Gesellschaft verstoßen wird, ändert er sein Leben grundlegend, verschafft sich eine neue Identität und wird ein wohlhabender Mann. Er lernt die schwerkranke Fantine kennen (Isabella Hutter), der er am Sterbebett verspricht, auf ihre uneheliche Tochter Cosette (Marilyne Bäjen) Acht zu geben. Als sich Cosette im Verlauf der Handlung in Marius (Alexander Sasanowitsch) verliebt und Jean Valjean Angst hat, seine geliebte Ziehtochter zu verlieren, nimmt die Geschichte Fahrt auf.

Das Orchester der Kölner Symphoniker unter der Leitung von Esther Hilsbergs Schwester Inga eröffnet den Abend mit Pauken und Trompeten – schon die Ouvertüre kündigt einen packenden Musical-Abend an. Direkt zu Beginn wagt Choreograph Christian Stadlhofer einen weiten Sprung mitten in die Handlung, er lässt die kriminelle Vorgeschichte Jean Valjeans außen vor und setzt mit der Handlung direkt am Sterbebett von Fantine ein, eine dramatische Zuspitzung

Wie die zurückhaltende Produktion stets den Fokus auf Schauspieler und Orchester rückt. Das Bühnenbild schlicht gehalten, ein rollbares Gittergerüst, das buchstäblich zu Balance-Akten einlädt. Die jungen und dynamischen Schauspielern glänzen – ob einzeln oder im Ensemble. Sie harmonisieren prächtig und halten die Dynamik des Musicals bis zum herzzerreißenden Finale aufrecht. Zur Belohnung gibt es einen tosenden Schlussapplaus.

Von Lara Sagen


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