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Grosse Bühne: Fiddler’s Green mit ihrem Irish Folkpunk.

Grosse Bühne: Fiddler’s Green mit ihrem Irish Folkpunk.
 © Christian Behrens

Hannover

Fährmannsfest: Feiern auf Robbies Spuren

3500 Fans bei Eröffnung vom Fährmannsfest. Noch bin Sonntag gibt es Programm.

Hannover. Auf der Bühne spielen gerade Banana Road Kill. Zwei Mann an Gitarre, Schlagzeug, Keyboard und Laptop; sie machen Krach für zehn, so aufgeregter wie geglückter Alternative Rock aus Hannover und Münster. Erik Gutsche von Living Concerts, einer der Organisatoren des Fests, schaut hinunter, erleichtert: „Vergangene Woche Freitag haben wir noch gedacht, wir müssen umplanen“, sagt er. Doch das Hochwasser ging rechtzeitig zurück. Die Stadt spielte mit. Viele Telefonate und viel Arbeit später kann das Fährmannsfest dieses Wochenende (siehe auch Info unten) wie geplant stattfinden.

Kinderfest und Kulturbühne sind gestern, am ersten Festivaltag, schon aufgebaut, aber noch nicht in Betrieb. Die Bierbänke stehen, das Bungeetrampolin, das Zelt der Märchenerzählerin, die Stände tun es auch. Schmuck weht im Wind und klimpert leise. Bewaffnet mit Bieren aus Lindens großer Kioskszene strömen die Massen.

3500 Menschen sind gestern nach offizieller Zählung gekommen, nur vor die Musikbühne wohlgemerkt. Dazu kommen all die Zaungäste, die nur Zuhörenden an der anderen Seite des Ufers, die Kanufahrer, die irritiert haltmachen vor der Beachbar „Strandleben“, die wieder einmal zum weltschönsten Backstage-Bereich umfunktioniert wurde.

Der Festival-Freitag ist musikalisch traditionell dem alten Fährmannsfest-Publikum vorbehalten, was man wörtlich wie auch als Zustandsbeschreibung nehmen kann: Die Szene ist versammelt, Altpunks neben Jungspunden mit ziselierten Tattoos, Hippies neben Gothics. Es gibt be­währte Klänge in neuem Gewand. Heute und morgen wird es poppiger.

Vor Banana Roadkill machten Raw Like Fish mit 70er-Rock den Auftakt, danach spielen The Pic­turebooks aus Gütersloh – viel Haar, viel Wumms, viel Biker-Blues. The Brew aus Großbritannien – einziger internationaler Act in einem deutschen Line-up – spielen ganz klassischen Hardrock mit viel Wahwah. Und dann kommen noch Fiddler’s Green mit ihrem hinreißenden Irish Folkpunk aus Erlangen. Fiddle, Quetschkomode, auf der Bühne sieben Mann und davor eine tosende Masse. Becher, Arme und Leiber fliegen nach vorne und darüber leuchtet sanft der Himmel über Hannover.

Und danach? Wird noch draußen und in der Faust weitergefeiert. Tanzen kann man auch auf einem Boden aus Schlamm. Wer war noch mal Robbie Williams?

Programm des Wochenendes:

Sonnabend geht es auf der Musikbühne des Fährmannsfests weiter mit (in dieser Reihenfolge) Failed at Scoring, Arktis, Brett, den Abstürzenden Brieftauben, den Sternen und Sondaschule. Einlass ist ab 14 Uhr, Beginn um 15.30 Uhr, Ende gegen 23 Uhr. Karten kosten 15 Euro.

Sonntag ist der Eintritt frei. Es spielen Bloc Safari, Bakfish, Passepartout, Spvgg. Linden-Nord, Milliarden und Grossstadtgeflüster – Einlass ab 14, Beginn um 15 Uhr.

An beiden Tagen gibt es außerdem auf der Lindener Flussseite des Festes das große Kinderfest und die Kulturbühne, heute unter anderem mit dem Poetry-Slam „Macht Worte!“ und den Elektro-Punkern Prada Meinhoff, morgen unter anderem mit den Bands Salford und Meta. Auf dem Faust-Gelände gibt es an beiden Abenden After-Show-Partys.

Von Stefan Gohlisch

Hannover

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