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11:49 29.01.2010
Giganten in der TUI-Arena: 6000 sahen die Dino-Show in Hannover. Quelle: Behr
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Von Matthias Halbig

Hannover. Alle Riesen haben mal klein angefangen. Die ersten Saurierbabys der Show eiern in der TUI-Arena aus dem Gelege, niedliche Purzler, und sind gleich - gnadenlos wie immer: Mutter Natur - potentielle Beute für einen hungrigen Fleischfresser, der herumlungert. Auftritt Mama Plateosaurus. Sie tobt, brüllt, vertreibt. Erste Oohs! und Aaahs! vor allem der kleinen Zuschauer in der TUI, von denen manch einer sogar das aufblasbare Grün an der Bühne für regenbedürftige Echtbotanik hält.

Die Großen? Entlarven sofort alles in „Dinosaurier - Im Reich der Giganten“, sehen die farblich unauffälligen Schlitten der Saurier-Fahrer zwischen den Großechsenbeinen. Sehen die menschlichen Extremitäten unter den bis zu 40 Kilo schweren „Kostümen“ der kleineren Biester. Aber sind amüsiert. Und, klar, immer glücklich, wenn nur der Nachwuchs glücklich ist. Dem man hier die Augen mit dem Eierlöffel abschlagen könnte, als der große Brachiosaurus seinen Hals in die vorderen Reihen reckt. Scharfzahn Allosaurus ist dann ein erster Aufreger, ein echter Brüller, macht Lust auf den T. Rex, der erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt wird.

Zig Millionen Jahre vergehen im Verlauf einer Fanta-Pause, dann segelt - perspektivisch beeindruckend - ein Flugsaurier an prähistorischen Videolandschaften vorbei, man wird Zeuge eines Torosaurus-Duells (ein schildschädeliger Verwandter des bekannten Triceratops), bei dem einem der Kombattanten das Stoßhorn abknickt (sieht dann doch nach Plastik aus). Und schließlich - Tusch und Höhepunkt - gibts die beiden Rexys. Ein kesses Baby-Großmaul und seine Ausbrüterin, die gigantische Fressmaschine T. Regina. Der Zwergbeißer ist sofort Liebling aller 6000 Gäste, und die Publikumssympathien erstrecken sich dann - wie in einem guten Gangsterfilm - umgehend auch auf den Oberbösewicht.

Wissen wird auch vermittelt. Aber es ist ein Pseudo-Klugmachen. Was der vorgebliche Paläontologe Huxley über die Welt, wie sie mal war, erzählt, hat hier schon jedes Kindergartensaurierexpertchen auf der Pfanne und auch sein Papa, der paläontologische Infos noch auf den Hinterseiten der „Roy-Tiger“-Comics suchen musste, bräuchte Huxleys Erzählrahmen nicht. Aber Herr Huxley steht eben immer direkt neben den Brummern, und macht drastisch den Größenunterschied klar.

„Die waren aber in Wirklichkeit schneller“, weiß Florian (6) aus Celle. Und woher? „Aus ,Jurassic Park‘!“. Der ist ab zwölf, den hat er aber trotzdem schon gesehen und spricht das englische Wort auch schon richtig aus. Kino ist also ,Wirklichkeit‘, und die seit gestern in der TUI-Arena wandelnden Saurier sind bloß Theater? „Nö“, sagt er beeindruckt, „die sind auch schon ziemlich echt.“

„Dinosaurier – Im Reich der Giganten“, noch sieben Mal in der TUI-Arena: Fr. 19 Uhr, Sa. und So. jeweils 11, 15 und 19 Uhr. Tickets für 54 Euro an der Abendkasse.

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