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15:53 30.11.2017
Wieder da: Roy Brenningmeyer (Mitte) und sein Klub Royal sind nach 13 Jahren Pause wieder da.
Hannover

Sie sind zurückgekehrt aus einem Nirgendwo zwischen Hamburg und Haiti, finden es wieder schön auf der Welt zu sein und zeigen mit Biene Maja ihre Welt: Roy Brenningmeyer und sein Klub Royal gibt es wieder. Nun gibt es – nach 13 Jahren Pause – das Comeback-Konzert der legendären hannoverschen Truppe. Wobei: Der Begriff „Konzert“ passte auf das, was die achtköpfige Truppe liefert, nie so recht, und tut es bis heute nicht.

„Was wir machen, ist eher etwas für Leute, die auch Musiktheater mögen“, sagt Sängerin Christiane Miosga, die mit Schlagzeuger Jörg Mickasch für die Musikalische Leitung und die Regie zuständig ist. Anstatt eines reinen Konzerts bekommen die Zuschauer das Pastiche und die Satire einer großen Samstagabend-Show, durch die Roy (der in Wahrheit Till Jann heißt) führt. fester Bestandteil: Hits aus den 70ern bis heute, dargebracht in musikalischer Perfektion und mit viel ironischer Hingabe. „Es geht uns immer darum, die Klischees herauszukitzeln“, sagt Mickasch.

Die größten Erfolge hatte die Truppe Ende der 90er, Anfang der Nuller Jahre, erst als Roy Brenningmeyers Hittransporter, später als Klub Royal. Die große Schlagerwelle rollte. Doch während bei Dieter Thomas Kuhn und insbesondere Guildo Horn die Hommage allmählich zur ganz eigenen Schlager-Show wurde, setzten Brenningmeyer & Co. dem eine schräge Inszenierung entgegen.

2004 war Schluss. Die Wege trennten sich; manche Mitglieder verließen die Stadt. Nun sind fast alle wieder da; nur Gitarrist Carsten Litfin (Los Tumpolos) ist neu dabei. Eine erste Probeshow gab es vor wenigen Wochen bei einer Privatparty im Bad.

Nun ist die große royale Show wieder öffentlich. „Wir brauchen schon Leute mit Humor und Sinn für Trash“, sagt Miosga. Und Mickasch ergänzt: „Es ist jetzt minimalistischer geworden, mehr auf den Punkt und unglaublich schräg.“

Roy Brenningmeyers Klub Royal live: am 1. Dezember ab 20 Uhr im Bei Chez Heinz. Der Eintritt kostet zehn Euro.

Von Stefan Gohlisch

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