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Kultur Creole-Festival setzt auf deutsche Weltmusik
Nachrichten Kultur Creole-Festival setzt auf deutsche Weltmusik
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00:16 09.11.2017
Farbenfroh: Makatumbe vertreten Hannover beim Creole-Festival. Quelle: Creole Festival
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Hannover

Jazz trifft auf Afro und Funk, Balkanbeat auf brasilianischen Crossover, deutsches Volkslied auf Klassik – viele musikalische Farben sind an diesem Donnerstag und Freitag beim Creole-Festival im Pavillon zu erleben. Ihre einzige Gemeinsamkeit: Es handelt sich um Weltmusik aus Deutschland.

Das Festival kommt in die Stadt zurück, in der es erfunden wurde. „Das war vor elf Jahren“, erinnert sich Pavillon-Geschäftsführer Christoph Sure: „Wir bekamen so viele tolle Bewerbungen von deutschen Weltmusik-Bands, dass wir sie nicht bei Masala berücksichtigen konnten.“ So entstand die Idee für ein zweites Format, zunächst als reiner Wettbewerb mit ersten, zweiten und dritten Plätzen. Nun soll der Festival-Gedanke wieder mehr im Vordergrund stehen. 15 Bands haben sich in regionalen Vorentscheiden qualifiziert – „sie repräsentieren das Beste, was es in diesem Bereich derzeit gibt“, verspricht Projektleiter Terry-John Oculi. Die Stadt, immerhin City of Music, unterstützt das Festival und will es im Pavillon halten, auch in Hinblick auf die Bewerbung als Kulturhauptstadt.

Die Bands spielen jeweils 40 Minuten lang; genutzt werden im Wechsel der Große Saal und die Bühne 1 der Theaterwerkstatt. Sure: „Man kann alle Bands sehen, aber nicht alles von jeder Band.“ Zu hören ist zum Beispiel der syrische Pianist Aeman Ahmad, der weltberühmt wurde, als er mit seinem Klavier im Flüchtlingslager in Damaskus spielte, und jetzt mit dem deutschen Jazzer Edgar Knecht zusammenarbeitet. Es gibt – von Tworna aus Dresden – deutsche Volkslieder im neuen Gewand ebenso wie Reggae aus Hannover, von der Formation Makatumbe.

Und wieder gibt es Preise, teils mit Geld dotiert, teils mit Folgeauftritten als Prämie – unter anderem bei Deutschlands wichtigsten Weltmusik-Festivals. Masala ist natürlich auch dabei.

Konzertbeginn ist jeweils um 20 Uhr. Tagestickets kosten 15, Festivaltickets 20 Euro. Freitag gibt es tagsüber ein Rahmenprogramm mit Vorträgen und Diskussion, am Sonnabend einen Brunch mit allen Beteiligten.

Mehr Informationen gibt es hier.

Von Stefan Gohlisch

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