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Kultur Burgdorf klingt gut – dank Max Giesinger
Nachrichten Kultur Burgdorf klingt gut – dank Max Giesinger
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15:53 26.08.2018
Kam gut an: Max Giesinger bei seinem Konzert in Burgdorf. Quelle: Florian Petrow
Burgdorf

Der blaugraue Vorhang fällt, die Menge braust, und der Künstler rühmt ergriffen gleich von Anbeginn die mehr als 4000 Zuschauer: „Hier geht die größte Party 2018 ab, Burgdorf!“. Mit tollem Licht und auf großer Bühne feiert Max Giesinger mit seiner Band seinen Premieren-Auftritt in der Stadt.

Und die feiert gleich mit: „Burgdorf – klingt gut!“ heißt der Slogan des Themenjahres, und der Höhepunkt ist Herrn Giesinger vorbehalten. Ihn derzeit sehr beliebt zu nennen, ist eine Untertreibung, Giesinger hat einen steilen Karriereaufstieg hinter sich, und dem Kreischen nach zu urteilen, stehen seine Hardcore-Fans auch in Burgdorf in den ersten Reihen. Eben kurz vor „Legenden“, wie einer seiner neuen Songs heißt.

Mit „Roulette“ startet der sympathische Badener seine Show. Es dauert keine zwei Minuten, da steigt er hinunter zu seinen Fans, holt sich einen Clowns-Hut und einen Handschuh zum Aufpusten ab. Passend dazu groovt seine vierköpfige Band „Get lucky“ von Pharrell Williams.

Giesinger trägt lange Unterhosen, wie er schelmisch verrät, es ist schon etwas frisch geworden auf dem Schützenplatz. „Der Laden ist sauvoll – ausverkauft!“, freut er sich über den großen Zuspruch auf das Open-Air-Konzert. Der 29-jährige Musiker stammt aus der Nähe von Karlsruhe, aber spricht bereits, wenn auch fast unmerklich, hamburgisch. Denn mit Steffen, seinem Gitarristen und neuem Nachbarn, bewohnt er inzwischen ein Appartement auf der Reeperbahn.

Redselig und gut gelaunt ist er, und während eines feinen Schlagzeug-Zwischenspiels wird ein Klavier auf die Bühne geschoben. Die Wohlfühl-Ballade „Leise“ singt er zusammen mit seinem Support Lea, einer ambitionierten Nachwuchskünstlerin aus Hannover. Sie spielt das Klavier, er die Gitarre, und es scheint, da ist ein romantisches Duo geboren.

Doch „Nicht so schnell“, auch wenn „Die guten Tage strahlen“: Zum Akustik-Set am Bühnenrand ist er wieder mit seiner Band vereint. Und Giesinger macht Alarm: Zu „Der Junge, der rennt“ rennt auch er, einen großen Bogen durch die begeisterte Menge.

„Ich bin dem Melodica-Club beigetreten, seitdem hat mein Leben ein Upgrade erlebt“. Spricht’s und spielt „Final Countdown“ und den „Lambada“ auf dem lustigen Instrument. Ein Rock-Medley mit den Red Hot Chili Peppers, „What’s Up“ von den 4 Non Blondes und „Don‘t let Go“ von En Vogue verzückt besonders die älteren Besucher, am schönsten klingt „Wir waren hier“ von seinem neuen Album „Die Reise“, das im Herbst veröffentlicht wird.

Die Zugabe „80 Millionen“ beginnt als Solo-Performance und endet mit einem „Schützenplatz-Chor“ – alle singen mit. Und während Konfetti-Schlangen aus Kanonen über einer wahrlich ergriffenen Menschenmenge schwänzeln, endet der fantastische Abend mit viel Beifall.

Von Kai Schiering

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