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MAG FINSTERE POSEN: Greg Capullo zeichnet Batmans Abenteuer.

MAG FINSTERE POSEN: Greg Capullo zeichnet Batmans Abenteuer.© Don S

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Comic

Batmans Zeichner Greg Capullo im Interview

Greg Capullo (50) ist einer der erfolgreichsten US-amerikanischen Comic-Künstler. Seit einem Jahr gestaltet er mit dem Autoren Scott Snyder („American Vampire“) die Reihe „Batman“ (deutsch bei Panini). Die NP sprach mit ihm vor seiner Signierstunde bei Comix in Hannover (22. Oktober, 15 bis 17 Uhr).

Hannover. Glückwunsch! Für viele Kritiker ist Ihre aktuelle „Batman“-Serie eine der besten seit Jahren...

... und das Beste kommt erst noch. Scott ist ein junger, aufstrebender Autor. Ich glaube, wir haben erst die Spitze des Eisbergs gesehen: dessen, was er kann.

Haben Sie eine Erklärung dafür, dass die Figur Batman, die immerhin vor über 70 Jahren erfunden wurde, immer noch funktioniert?

Er ist eine perfekte Kreation. Ähnlich wie der Hai. Der hat sich seit Jahrmillionen nicht verändert; er brauchte das einfach nicht zu tun. Er ist ein gefährlicher Hurensohn - und das ist Batman auch. Der wird nie nicht gefährlich sein, und das ist faszinierend.

Seinen größten Gegenspieler, den Joker, haben Sie erst nach einem Jahr eingeführt. Warum?

Zum einen wollten wir natürlich erst einmal „Court of Owls“ zu Ende erzählen, unser erstes großes Epos. Aber wir wussten von Anfang an, dass sich eine Joker-Geschichte anschließen würde. Was großartig ist: Welcher Künstler würde nicht den Joker zeichnen wollen? Außerdem hatten wir so die Möglichkeit, von Grund auf neu zu starten. Der Joker macht sich plötzlich die Hände schmutzig. Er ist noch einmal deutlich finsterer geworden. Wir hatten schon fast die Sorge, man würde uns vorwerfen, dass es uns um Finstere um jeden Preis gehen würde.

Die Gewalt findet jedoch außerhalb der Panels statt und somit nur in der Fantasie des Betrachters. War das Ihre Entscheidung?

Halb, halb. Ich habe, denke ich, ganz gute cineastische Instinkte. So ist es viel intensiver. Es gibt diese eine Szene, in der Joker dem Commissioner Gordon erzählt, dass er ab und zu unter seinem Bett liege und ihm bei Schlafen zuhöre. Sehen können wir das nicht. Aber was für eine gruselige Vorstellung ist das denn bitte? Der Verstand ist ein gruseliges Ding.

Müssen Sie sich in eine spezielle Stimmung bringen, um solche Dinge zu zeichnen, eine spezielle Batman-Stimmung?

Naja, ich gehe jeden Tag zur Arbeit, um Batman zu zeichnen. Also muss ich wohl in einer ständigen Batman-Stimmung sein... (lacht)

Sie haben bei den großen US-Verlagen gearbeitet, vielen Figuren Ihren Stempel aufgedrückt. Gibt es Charaktere, die Sie gerne noch zeichnen würden?

Eine ganze Menge: die Fantastic Four zum Beispiel, Thor, Hulk, Spider-Man... Oh, jetzt fällt mir auf, dass ich nur Marvel-Charaktere genannt habe. DC hat mir ja sogar mal „Justice League of America“ angeboten, damals, als ich für Marvel „X-Force“ gemacht habe. Aber ich hatte keine Lust auf noch ein Team angeht. Was DC angeht - und auch sonst -, schlägt mein Herz einfach für Batman.


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