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Kultur „Bamse“: Bärenstark dank Honig
Nachrichten Kultur „Bamse“: Bärenstark dank Honig
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06:00 28.12.2017
Halten zusammen: Bamse und seine Tochter Bärbel. Quelle: Tre Vänner Produktion
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Hannover

Dank Omas Donnerhonig ist Bamse nicht nur der liebste, sondern auch der stärkste Bär der Welt. Zum Glück bekommt der Honig nur ihm und seiner Tochter Bärbel. So ist Bamse in seiner schwedischen Heimat zu einer populären Figur geworden. Erstmals trat der von Rune Andreásson ersonnene Petz vor gut 50 Jahren in einer TV-Serie in Erscheinung. Längst hat er es auch zum Helden regelmäßig erscheinender Hefte und eines Freizeitparks gebracht. Vor drei Jahren gab er in Schweden sein Leinwanddebüt. Der Film hat es mit etwas Verspätung nun auch in unsere Kinos geschafft.

Wegen seiner Stärke, seines Sinnes für Gerechtigkeit und seines netten Wesens hat Bamse fast alle Gauner in seiner Heimatstadt zu einem ehrbaren Leben bekehrt. Der Wolf zählt sich sogar zu seinen Freunden. Nur bei einem haben die Resozialisierungsmaßnahmen nicht gefruchtet: Reinhard Fuchs gelingt es, alle ehemaligen Straftäter gegen den Helden aufzuwiegeln. Um die Krafthonigquelle trockenzulegen, entführt die Bande Bamses Oma. Gemeinsam mit seinen besten Freunden, Kaninchen Hopser und Herrn Schildkröte, nimmt der Enkel die Verfolgung auf.

Spaß und Spannung für ganz kleine Zuschauer

Der in einfachem Zeichentrickstil animierte Film richtet sich an die jüngsten Kinogänger. Sehr wird darauf geachtet, das Publikum mitzunehmen. Ist etwas erläuterungsbedürftig, meldet sich zuverlässig eine Erzählerstimme im Märchenton aus dem Off.

Dabei verbinden die Filmemacher Spaß und Spannung geschickt mit einem pädagogischen Anspruch. Der Wert von Freundschaft wird hier ebenso vermittelt wie die Botschaft, dass niemand als Krimineller geboren wird und das auch nicht für immer bleiben muss. Wer durch ungünstige soziale Umstände auf die schiefe Bahn geraten ist: In diesem Animationsfilm bekommt er eine neue Chance. Deswegen ist es auch ein Irrtum vom Wolf zu glauben, er sei wegen seiner kriminellen Vergangenheit nicht zu Herrn Schildkrötes Geburtstag eingeladen – dieses Gefühl der Ausgeschlossenheit kennt wohl jedes Kind. Bevor man da auf dumme Gedanken kommt, kann es helfen, wenn Wolf und Schildkröte miteinander reden.

Von Jörg Brandes / RND

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