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Haare schön, Komödie nicht so: Die schlimmen Mütter (von links Kathryn Hahn, Mila Kunis und Kristen Bell) bekommen zu Weihnachten Besuch von ihren eigenen Müttern.

Haare schön, Komödie nicht so: Die schlimmen Mütter (von links Kathryn Hahn, Mila Kunis und Kristen Bell) bekommen zu Weihnachten Besuch von ihren eigenen Müttern.
© Hilary Bronwyn Gayle

Kino

„Bad Moms 2“: Wenn die Mutter mit der Tochter ...

Manche Fortsetzung ist unausweichlich: Die Komödie „Bad Moms 2“ (Kinostart am 9. November) ist ein Sequel, das niemand wirklich braucht. Wenn man mal von der wunderbaren Susan Sarandon absieht.

Hannover. Als komödiantische Attacke gegen den Mythos der Helikoptermutter hatten Jon Lucas und Scott Moore im Vorjahr ihren Film „Bad Moms“ angelegt. Die Macher von „The Hangover“ wollten zeigen, dass es nicht nur angehende Ehemänner, sondern auch praktizierende Mütter krachen lassen können.

Letztlich war das Aufbegehren gegen mütterliche Rollenbilder mit Besäufnissen und einem gesprengten Elternabend aber harmloser Natur. Man verließ das Kino mit dem Gefühl, dass der Stoff mit einer Regisseurin gewinnbringender hätte veralbert werden können. Doch bei einem Einspielergebnis von fast 184 Millionen Dollar ist ein Sequel unausweichlich. Nun nehmen Lucas und Moore in „Bad Moms 2“ die Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest ins Visier.

Amerikanische Weihnacht zum Weinen

Das Frauentrio wird durch ein Großmütter-Triumvirat ergänzt, um die Mutter-Tochter-Konflikte zum frohen Fest kulminieren zu lassen. Während Amy (Mila Kunis) unter dem militanten Perfektionismus ihrer Mutter (Christine Baranski) leidet, freut sich Carla (Kathryn Hahn) über den Besuch ihrer Rocker-Mama (Susan Sarandon). Kiki (Kristin Bell) wiederum wird von der Präsenz ihrer krankhaft liebenden Mutter (Cheryl Hines) fast erdrückt.

Mit küchenpsychologischer Schlichtheit wird hier das Verhältnis zu den eigenen Müttern aufgearbeitet. Dabei sind Katharsis und Versöhnung zum Weihnachtsfest programmiert, und die überzogenen Standards amerikanischer Christmas-Kultur allenfalls unter ethnologischen Gesichtspunkten interessant. Einzig Susan Sarandon und Kathryn Hahn überzeugen als komödiantisches Mutter-Tochter-Gespann, mit dem man gern in einen anderen Film durchbrennen würde. „Bad Moms 2“ ist ein Sequel, das keiner braucht – und das Folgeprojekt „Bad Dads“ ist schon in der Pipeline.

Von Martin Schwickert / RND


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