Navigation:
AboPlus Online-ServiceCenter
Hannovers Unternehmen

Neuer Name, neuer Schwung

Meravis

Zukunft braucht Herkunft - Geschäftsführer Matthias Herter setzt in der Wohnungsbau- und Immobilien GmbH meravis auf soziale Netzwerke.
Meravis-Geschäftsführer Matthias Herter

Meravis-Geschäftsführer Matthias Herter

© Michael Löwa, elo-images

Video Meravis

Mit dem neuen Namen hat es sich meravis nicht leicht gemacht: „Wir haben Workshops gemacht, Ideen gesammelt, Mitarbeiter und Kunden miteinbezogen“, sagt Geschäftsführer Matthias Herter. Irgendwann sei man dann bei meravis gelandet. „Ein Wort für eine klare Haltung“, betont Herter. Denn der Unternehmensname stehe für den Dreiklang aus Mensch (me), Raum (ra) und Vision (vis). Der Mensch symbolisiere Entwicklung, der Raum die Arbeitsinhalte und die Vision die Zukunft.

Matthias Herter erklärt, dass meravis gleichzeitig sozial- und gewinnorientiert arbeite und das Unternehmen sich als partnerschaftlich und nachhaltig handelnde Wohnungsbau- und Immobiliengesellschaft verstehe, die „durch Service, Leistung und Qualität“ überzeugt. Zudem gelte es, Kontinuität, Werteerhaltung sowie Verlässlichkeit und Zukunftsorientierung zu vermitteln. Das alles in ein Wort zu packen sei ziemlich schwer gewesen. „Aber mit meravis wurde das Optimum erreicht.“

Am Anfang des erfolgreichen hannoverschen Unternehmens stand 1949 der Reichsbund. Bis vor drei Jahren agierte das Unternehmen noch unter diesem Namen. „Die Aufgabe war es damals, für Mieter neue Wohnungen zu bauen“, erläutert Herter. Deutschland sei zu dieser Zeit schließlich ein Land ohne Dach gewesen. Damals habe man vor allem für Kriegsopfer und Witwen gebaut, die Wohnungen dann später auch zunehmend an Mieter verkauft. „Der Reichsbund wurde in Hannover zu einem bedeutenden Bauträger, er hat für institutionelle Kapitalanleger gebaut und schließlich auch die Verwaltung für Immobilien übernommen“, beschreibt der meravis-Geschäftsführer die Entwicklung des Unternehmens.

Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Aufgabengebiete verändert. „Heute werben wir mit Wohnungen um Kunden, potenzielle Mieter stehen nicht mehr Schlange“, sagt Herter. Entsprechend habe auch die Struktur innerhalb des Reichsbundes verändert werden müssen und folgerichtig auch der Name. „Wir sind kein Kriegsopferverband mehr.“ Seit Matthias Herter 2004 von Firma Gundlach in sein jetziges Unternehmen gewechselt ist, hat er Geschäftsbereiche neu definiert, Profitcenter eingerichtet, auf ausländische Investoren, Nachhaltigkeit und Social Media gesetzt. „Sowas funktioniert nicht mehr mit Abteilungsdenken.“

Damit der traditionelle Name Reichsbund aber nicht völlig aus dem Blickfeld gerät, hat meravis die Reichsbund-Stiftung gegründet – mit dem Ziel, bedürftige Personen zu unterstützen sowie Maßnahmen für junge und ältere Menschen, für Kranke und Behinderte und die Gesundheitsvorsorge zu fördern. „Social Media ist uns sehr wichtig“, betont Herter. Schließlich gehe es nicht nur um Schaffung von adäquatem Wohnraum, sondern um Fragen der Netzwerke unter Mietparteien, Dienstleistungen oder das möglichst lange Verweilen in den eigenen vier Wänden im Alter.

Herter hat sich in den vergangen sieben Jahren bei meravis als Hüter von Tradition, aber auch als Erneuerer verstanden, mit sicherem Blick für die Ansprüche der Zukunft. „Im Krisenjahr 2009 haben wir ein Wohnungsunternehmen aus Hamburg übernommen und so unseren Bestand auf einen Schlag verdoppelt“, sagt Herter. 13 000 Wohnungen betreut meravis derzeit, rund 120 Mitarbeiter sind dafür im Einsatz, dazu kommen noch einmal genauso viele freie Kollegen, die als Hauswarte vor Ort aktiv sind.

Dass auch die Nachhaltigkeit für meravis eine zentrale Rolle spielt, beweisen Herter und sein Team derzeit in der Null-Emmission-Siedlung in Wettbergen. „Dort wird auch der Supermarkt im Passivhausstandard errichtet“, betont Herter. Der 47-Jährige ist gebürtiger Hannoveraner und seit einem Jahr auch wieder Südstädter, wo seit 2008 die meravis-Zentrale in der Krausenstraße ihren Sitz hat. Herter hat in der Landeshauptstadt gelernt, studiert und elf Jahre bei Gundlach gearbeitet. Seinen Wohnsitz hat er nur ein wenig Richtung Maschsee verlagert. „Ein großer Vorteil“, sagt Herter, „man kennt hier fast jeden Stein.“

[Susanna Bauch]

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Meistgelesene Artikel aus Politik

Anzeige

Kontakt

Kontakt

Sie interessieren sich für eine crossmediale Präsentation Ihres Unternehmens? Dann wenden Sie sich bitte an Gordon Firl, Ltg. Verkaufsförderung, E-Mail g.firl@madsack.de. mehr


 

Anzeige

QR-Code Hannovers Unternehmen

QR-Codes

Mit den QR-Codes können Sie auf Ihrem Smartphone ganz einfach Filme ansehen. Code mit dem mobilen Endgerät auslesen, und schon geht's los. mehr