Nord-Süd- und Ost-West-Autobahnen kreuzen sich hier, und so hat vor allem seit dem Mauerfall die Bedeutung des Transportgewerbes rapide zugenommen. Rund 27 000 Beschäftigte im Bereich „Verkehr und Lagerei“ zählt das Landesamt für Statistik in der Region.
Selbst das macht allerdings nur 6,5 Prozent aus, denn insgesamt sind rund 430 000 der 1,1 Millionen Regionsbewohner sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Obwohl Hannover einmal von Industrie geprägt war, bietet längst der Dienstleistungssektor die meisten Arbeitsplätze. Knapp 30 Prozent weisen die Statistiker aus, aber der tatsächliche Anteil ist weit höher, denn Handel und Gastgewerbe (18 Prozent) kommen hinzu, und auch in der Kategorie „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialwesen“ (24 Prozent) wird viel Service geleistet – sollte er jedenfalls. So entfallen auf das Verarbeitende Gewerbe und die Industrie nur noch 17 Prozent der Arbeitsplätze.
Die Autobranche ist immer noch stark vertreten, 30 000 Menschen arbeiten in den 80 Unternehmen dieses Bereichs mit Volkswagen Nutzfahrzeuge, Continental und Wabco an der Spitze. Chronisch unterschätzt wird dagegen die Gesundheitswirtschaft in Hannover. Die Medizinische Hochschule und das Klinikum Region Hannover gehören zu den größten Arbeitgebern der Region, aber nicht zuletzt durch ihre Sogwirkung sind viele kleinere Firmen entstanden. Mehr als 3000 Unternehmen im Bereich „Gesundheitswirtschaft/Life Sciences“ bieten 65 000 Menschen Arbeit.
Hannover steht allerdings auch bei den immer wichtiger werdenden „weichen“ Standortfaktoren gut da. Das verdiente Geld ist hier mehr wert als in Berlin, Hamburg oder München, denn für Miete oder Hauskauf muss man deutlich weniger Geld ausgeben. Und dabei ist die Aussicht hier besser: 56 Quadratmeter Grünfläche pro Einwohner haben die Statistiker in der Region Hannover vermessen – knapp dopppelt so viel wie in München.