Die Hannover Scorpions bejubeln ihren Einzug ins Halbfinale.
Hannover. Die Eisbären Berlin sind sensationell als deutscher Eishockey-Meister entthront. Der viermalige Titelträger verlor am Mittwoch in eigener Halle das entscheidende fünfte Playoff- Viertelfinale 2:6 gegen Favoriten-Schreck Augsburg. Die Panther erreichten damit erstmals das Halbfinale und spielen nun von Freitag an gegen den EHC Wolfsburg um das Endspiel-Ticket. Auch die Hannover Scorpions zogen nach einem 4:3-Zittersieg gegen Nürnberg in die Vorschlussrunde ein. Dort trifft das Team von Trainer-Altmeister Hans Zach auf den ERC Ingolstadt.
Für die Eisbären, die nach einer Rekord-Hauptrunde als haushoher Favorit in die Playoffs gegangen waren, begann zunächst alles nach Plan. Steve Walker brachte die Gastgeber vor 14.000 Zuschauern in der O2 World in der neunten Minute in Führung. Mehr aber verhinderte vor allem Augsburgs überragender Nationaltorwart Dennis Endras. Prompt schlugen die Gäste zweimal eiskalt in Überzahl zurück, Jeff Likens (15.) und Brett Engelhardt (16.) drehten binnen 94 Sekunden die Partie.
Zwar blieben die Hausherren drückend überlegen, leisteten sich jedoch haarsträubende Patzer in der Defensive. Nach einem schlimmen Fehlpass von Andy Roach erhöhte Tyler Beechey auf 3:1 (18.) für die Panther, Darin Olver nutzte nach Wiederbeginn ein Missgeschick von Derrick Walser zum schon vorentscheidenden 4:1 (34.). Nach Richie Regehrs 2:4 (49.) versuchten die Berliner noch einmal alles, doch Engelhardts zweiter Streich (59.) versetzte dem Champion den endgültigen Knockout. Chris Collins machte sogar noch das halbe Dutzend für die Augsburger voll (60.).
2007 waren die Eisbären als Titelverteidiger ähnlich blamabel gescheitert, damals schon in den Vor-Playoffs. Ansonsten aber hatte der Hauptstadt-Club seit 2004 stets das Endspiel erreicht.
Für Ex-Bundestrainer Zach geht die Abschiedstournee in der Deutschen Eishockey-Liga dagegen weiter. „Es war eine Millimeter- Entscheidung“, meinte Zach nach dem Krimi gegen Nürnberg erleichtert. Mit einem furiosen Auftakt-Drittel legten seine Scorpions den Grundstein zum Weiterkommen. Thomas Dolak, Adam Mitchell, Rainer Köttstorfer und Aris Brimanis sorgten bei einem Gegentor von Roland Mayr schon vor der ersten Drittelpause für eine 4:1-Führung für Hannover. „Vier dumme Tore, das darf nicht passieren“, klagte Gäste- Schlussmann Patrick Ehelechner.
Doch die Nürnberger, die nach zwei Auftaktniederlagen mit zwei Siegen in Folge ein Entscheidungsspiel erzwungen hatten, gaben sich auch diesmal nicht geschlagen. Brad Leeb (25.) und Dan Spang (43.) machten es noch einmal mächtig spannend, doch es reichte nicht mehr. dpa
Kommentare
Unglaublich Indianer – 08.04.10
Die Indians werden wohl in den nächsten Jahrzehnten kaum die sportlichen Erfolge der Scorpions erreichen können. Genauso wenig werden Stichnoth und Co in der Zeit die Herzen der (meisten) Hannoveraner erorbern können.Deswegen muss man auch nicht bei jedem Spieler wieder auf den "gekauften" Zuschauern oder dem "Glühwein" rumreiten. Das weiß ohnehin jeder, der sich mit der Materie beschäftigt hat.
Man sollte einfach mal anerkennen, dass die Mannschaft und Altmeister Zach in dieser Saison sportlich sicherlich das Aushängeschild Hannovers sind. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Eishockey und Party Kohle – 08.04.10
Wenn ich tolles Eishockey sehen will gehe ich zu den Scorpions und wenn ich mal Bock auf Party und Glühweinvergiftung habe, gehe ich zum ECH. Ist doch alles da. Unsere Stadt ist klasse. Danke Mama und Papa Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenlulu Metepete – 08.04.10
Du kannst das sagen, weil bei den Indians diese Saison ja auch sooo viel mehr los ist.Bei aller Revalität sollte man sich trotzdem nicht Lächerlich machen.
Und wenn wir Meister werden Profetiert davon das Gesamte Eishockey in Hannover. Nicht nur die Scorpions.
Ich drücke euch sogar die Daumen, dass ihr Den Klassenerhalt schafft, denn was gibt es besseres für Hannover, als einen Verein in Liga 1 und einen in Liga 2 Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Viertelfinale canadian-hockey – 08.04.10
Wen juckts ?Die können Meister werden, und in Hannover interessiert sich kein Mensch für !
Ohne Freikarten ist doch in dem Bunker eh nichts los ! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Kommentar schreiben