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DAS WIRD ES NICHT MEHR GEBEN: Dicke Burger will Franky jetzt nicht mehr verputzen.

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Porträt

ffn“-Moderator „Franky“: "Magen-OP war der letzte Ausweg“

Seit 15 Jahren versucht er abzunehmen - ohne Erfolg. Bei einem Körpergewicht von 177 Kilo hat „ffn“-Moderator Frank „Franky“ Schambor (45) die Reißleine gezogen und sich den Magen verkleinern lassen. Mit der NP sprach er ganz offen über den Eingriff.

Man muss es so drastisch sagen: Dieser Eingriff dürfte Frank Schambor (45) das Leben gerettet haben. Der Mann, den die meisten als Gute-Laune-Moderator Morgenmän Franky bei Radio ffn kennen dürften, hat sich in einer Operation den Magen verkleinern lassen. „Mit meiner jetzigen körperlichen Konstitution läge meine Lebenserwartung bei Mitte fünfzig. Ich hätte keine weiteren zehn Jahre überlebt“, hat er eingesehen, „die Magenverkleinerung war für mich jetzt der letzte Ausweg.“

Am 30. September ließ sich das Schwergewicht operieren, mittags um zwölf entfernten Ärzte des Nordstadtkrankenhauses in 45 Minuten den größten Teil seines Magens, die Klinik ist ein Adipositaszentrum und auf solche Eingriffe spezialisiert. Eine Woche später durfte er wieder nach Hause in die List. „Ich fühle mich noch ziemlich schwach“, sagte der Moderator der NP gestern. Für diese Woche steht bei ihm noch Schonzeit mit kurzen Spaziergängen an, in der nächsten Woche will der 45-Jährige aber wieder ans Mikro.

Bis dahin muss sich Franky streng seinem Ernährungsplan widmen. Und der sieht derzeit mehr als mager aus: „Morgens esse ich ganz langsam 150 Milliliter Naturjoghurt, das dauert so 15 bis 20 Minuten“, erzählt er tapfer. „Mittags gibt es ein Babygläschen mit pürierten Möhren und Kartoffeln, abends 100 Milliliter Milch mit zwei Esslöffeln Eiweißpulver.“ So kommt er auf 300 Kalorien, „mit meinem Essverhalten von früher hat das tatsächlich nur wenig zu tun.“

Das Volumen seines Magens wurde von zwei Litern auf 200 Milliliter verkleinert. „Ich bin große Portionen gewohnt, psychisch ist das schon anstrengend“, gibt der Moderator zu, „nach einem Babygläschen bin ich zwar satt, aber der Kopf sagt, er will noch mehr.“ Hunger hat er nicht („Das Hungergefühl wurde mit weggeschnitten“), aber der Appetit, die pure Lust auf Essen, ist nach wie vor immens: „Ich habe irre Lust, aber ich werde wohl nie mehr im Leben eine ganze Pizza oder einen ganzen Döner essen können.“ In Zukunft passt vielleicht ein Achtel Pizza in seinen Magen, „und von einem Vierteldöner vielleicht die Hälfte.“ Da hat einer aber schon ziemlich genau überlegt, was geht. Und auch aufs Bier wird er wohl länger verzichten müssen, „96-Spiele mit Hagebuttentee - das wird eine harte Nummer“.

Ganz spontan war die Entscheidung für die Operation nicht, bereits seit ein, zwei Jahren liebäugelte der 45-Jährige mit diesem drastischen Schritt. Doch seine bisherigen Abnehmversuche („low carb“, „no carb“, Atkins- und Kohlsuppendiät, FDH, Pülverchen und Shakes, Walken und Fitnessstudio) brachten nachhaltig nichts, dem Mann mit dem Käppi blieb keine andere Wahl, als sich unters Messer zu legen. In den vergangenen 15 Jahren war sein Körpergewicht peu à peu auf satte 177 Kilo gestiegen (bei 1,87 Meter). „Das entspricht einem Body-Mass-Index von 50,6 - und das ist lebensgefährlich“, weiß er selbst. In seinem Alter sollte Franky auf einen Wert zwischen 22 und 28 kommen, das entspräche dem Normalgewicht. Diese Zahlen sagen doch schon alles.

Bereits vor einigen Jahren hatte ihm ein Arzt gesagt, dass er dringend an sich arbeiten müsse, zwischenzeitlich war es dem Moderator durchaus gelungen, mehr als 20 Kilo abzuspecken - aber leider immer nur kurzfristig ... Nun soll das anders werden, und so wie er es seinem Sohn Gustav (4) erklärt hat, hört es sich ganz einfach an: „Ich habe ihm gesagt, dass ich dünner werde“, sagt Franky und lacht. Deswegen hat er mit seinem Jungen eine Wette abgeschlossen: „Zu Beginn der Weihnachtsmarktsaison wird er mich nicht mehr fangen können“, so Franky, weil er dann nämlich wieder rennen können möchte. Der Kleine hatte bis zuletzt guten Grund dagegenzuhalten - auch die Knie des Radiomannes hatten so heftig unter dem Gewicht gelitten, dass Rennen und Gehen ohne Schmerzen gar nicht und kaum noch möglich waren.

70 Kilo will Franky loswerden, 16 sind schon runter - ein guter, wenn auch mühsamer Anfang: „Mit dem neuen Gewicht werde ich dann hoffentlich noch ein langes Leben haben, um für meine Familie, besonders für meinen kleinen Sohn, und natürlich für die ,ffn‘-Hörer da zu sein.“ Da drücken wir auch die Daumen und wünschen gutes Durchhalten!


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