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Mensch-Hannover Waltz: Null Einfluss auf Rolle
Menschen Mensch-Hannover Waltz: Null Einfluss auf Rolle
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00:15 17.01.2013
Bester Nebendarsteller: Christoph Waltz in Los Angeles mit seinem Golden Globe. Quelle: ROBYN BECK
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Berlin

Herr Waltz, dies ist nach „Inglourious Basterds“ Ihre zweite Zusammenarbeit mit Quentin Tarantino. Wie groß war Ihr Einfluss auf die eigene Rolle?

Das kann ich Ihnen genau sagen, wie groß der war: null.

Aber Sie waren doch in die Entwicklung des Drehbuchs einbezogen.

Überhaupt nicht. Ich habe es gelesen. Aber das heißt nicht, dass ich mich irgendwie eingemischt hätte. Da wäre ich ja blöd.

Wieso?

Man muss nicht immer seinen Senf dazugeben.

Er hat Ihnen auch nicht ausdrücklich gesagt: Die Rolle des deutschen Kopfgeldjägers schreibe ich für dich?

Na ja, verzeihen Sie, das war spätestens am Ende der ersten Seite klar.

Und wie kamen die „Nibelungen“ in den Film?

Ich habe Quentin in die Oper mitgenommen. In Los Angeles spielte man gerade den gesamten „Ring“-Zyklus. Bei „Siegfried“ kam er dann mit. Bloß fehlte ihm die Vorgeschichte. Ich habe sie ihm vor dem Vorspiel noch schnell erzählt. In der Oper wurde er dann aber immer stiller. Ich dachte, gleich schläft er ein. Aber er rückte immer weiter vor auf seinem Sessel. Er hatte plötzlich die Analogien zu seinem Film gesehen.

Also haben Sie das Drehbuch gewissermaßen doch mitgeschrieben!

Nee nee. Nicht ich. Wagner! Bedanken Sie sich bei Richard. Das Lustige war, dass die Sklavin in Tarantinos Western schon vorher Broomhilda hieß. Das ist eine wunderbare Beschreibung, wie Quentin arbeitet. Er schreibt solche Sachen, und plötzlich passen Bezüge zusammen, von denen er nicht unbedingt selbst etwas wusste. mma

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