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Mensch-Hannover „Vintage Wonderland“: Er hat Altes und Schönes im Programm
Menschen Mensch-Hannover „Vintage Wonderland“: Er hat Altes und Schönes im Programm
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00:16 27.04.2017
LIEBT KURIOSITÄTEN: Michael Malkus auf einem seiner Lieblingsbikes. Von diesem Rad könnte er sich nur schwer trennen – wie von vielen anderen Sachen in der Lagerhalle. Quelle: Michael Wallmüller
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Hannover

Vintage ist beliebt, angesagt und einfach cool. Hannover setzt immer mehr auf den Trend mit dem alten Schick – auch dieses Quartett: Mit dem „Vintage Wonderland“ haben sich Michael Malkus (48), Thomas Kunze (39), Kathrin Kaßler (53) und Marco Winkler einen Traum verwirklicht. In einer 540-Quadratmeter-Lagerhalle in Hannover-Brink-Hafen haben sich die Trödler und Antiquitätenhändler breit gemacht.

Michael Malkus hat sich in die 50er bis 70er Jahre verliebt. „Ich fand das schon immer gut. Etwas Altes ist einfach wertiger.“ Mit 14 Jahren sammelte er erste Erfahrungen auf Flohmärkten, indem er dort sein Spielzeug verkaufte. Mit 18 begann eine neue Leidenschaft: Oldtimer. „Ich hab inzwischen bestimmt 50 Autos gehabt., immer mal wieder verkauft und neue gekauft“, erzählt der Hannoveraner. Momentan stehen fünf amerikanische Oldtimer in seinem Schuppen in Empelde – neben ein paar Motorrädern.

Für seine Leidenschaft zu Autos und alten Möbeln nimmt der Gerüstbauer einiges in Kauf. „Man muss viele Kilometer fahren. Immer in andere Städte.“ In seinem Fundus befinden sich Tische, Stühle, Hocker, Vitrinen und Kommoden. „Schmuck oder so was interessiert mich nicht.“ Vasen, Lampen oder Schalen Jahren schon eher.

Im „Vintage Wonderland“ macht der Gründer vom Shop „Frankensteins Furniture“ nun gemeinsame Sache mit Kathrin Kaßler und Thomas Kunze vom „Trödelbunker Linden“ und Marco Winkler von „Die Räumerei“. Stöbern und wühlen tun Malkus und seine Mitstreiter gerne. „Design ist interessant. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, aber dafür muss man früh aufstehen“; sagt der 48-Jährige schmunzelnd. Durch TV-Sendungen ist Trödel plötzlich schick geworden – und Flohmärkte hip. Für Malkus hat das auch Nachteile: „Es ist angesagt und explodiert. Überall machen Läden auf, die alte Sachen verkaufen, aber alt ist nicht gleich wertvoll.“ Das merkt er auch bei Wohnungsräumungen und Entrümplungen, wenn die Besitzer verwundert sind über den Wert ihrer Sachen.

Ursprünglich war der Raum in Brink-Hafen nur als Lager geplant – nun ist es ein Ausstellungs- und Verkaufsraum. „Die Leute haben Bock drauf. Ich glaube, in so einer Größe gibt es das sonst nicht in Hannover.“ Auf Flohmärkten lernten sich die vier Hannoveraner kennen und merkten, dass sie alle ein Lager suchen. „Bei mir war kein Platz mehr“, sagt Malkus, „mit fünf Autos, Motorrädern und den vielen Möbeln war es zu viel.“ Nur knapp die Hälfte seiner Besitztümer befinden sich in der Lagerhalle – der Rest im Schuppen zuhause. Die Lagerverkaufsoptik der Räume ist so gewollt, denn eins weiß der Profi: „Die Menschen lieben es, nach Dingen zu wühlen. Zwar hängen Preise an den Artikeln, aber Spielräume sind immer drin.“ Handeln sollte bloß kein Automatismus sein, findet er. Möbel, Autos, Spielzeug, Zeitschriften – Malkus gibt zu: „Ich trenne mich ungern von Stücken. Alles, was hier steht, gefällt mir. Schrott liegt immer im Auge des Betrachters.“

Jeden zweiten Sonnabend im Monat ist das „Vintage Wonderland“ (Wohlenbergstraße 29) von zehn bis 16 Uhr geöffnet. Der nächste Termin ist der 13. Mai. Parkplätze sind vorhanden, sehr große Stücke können auch geliefert werden.

Von Karina Hörmann

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