Navigation:
BEGEISTERT IHRE FANS: Vanessa Mai reist mit ihrer „Für Dich“-Tour durch die Republik.Fotos: Wilde, dpa

BEGEISTERT IHRE FANS: Vanessa Mai reist mit ihrer „Für Dich“-Tour durch die Republik.© Frank Wilde

|
Interview

Vanessa Mai will Lebensfreude ausstrahlen

Vanessa Mai (24) hat sich vom Bandnamen „Wolkenfrei“ gelöst und geht jetzt solo auf Tour.Am 2. November singt die die Ex-DSDS-Jurorin im Theater am Aegi. Mit der NP sprach sie über Gute-Laune-Songs und Dieter Bohlen im Background-Chor.

Frau Mai, Sie werden schon als neuer Superstar gehandelt. Was ist Ihr Geheimnis?

Es gibt keins (lacht herzlich). Wenn es ein Rezept für so etwas geben würde, dann wäre das ja schön. Ich denke: Wenn man etwas von Herzen macht, dann hat das meistens Erfolg.

Der Zufall hilft aber auch manchmal mit, oder? Wie sind Sie damals zur Band Wolkenfrei gekommen?

Mein Papa ist Musiker in einer Cover-Band, mit ihm stand ich schon mit fünf oder sechs Jahren auf der Bühne und habe gesungen. Ich wusste, dass ich auf der Bühne stehen will, es war mein Traum. Schule und die Ausbildung zur Mediengestalterin habe ich gemacht, mich aber nie so zurechtgefunden in dieser Welt. 2012 hat mein Papa in Aspach gespielt, ich habe ihn besucht - und da kam Marc Fischer von Wolkenfrei auf mich zu. Die suchten eine Sängerin und fragten mich spontan. Es kam ganz schnell ein Plattenvertrag und dann ging das los.

Wieso sind Marc Fischer und Stefan Kinski ausgestiegen?

Der Altersunterschied ist riesig, ich war damals 22, die beiden Mitte vierzig. Ich kann ganz anders agieren als zwei berufstätige Männer mit Familie. Wir haben damals schon professionell gearbeitet, aber es wurde immer mehr - und war für die beiden irgendwann nicht mehr unter einen Hut zu kriegen. Also haben die Jungs gesagt: „Mädchen, geh deinen Weg allein.“ Dafür bin ich sehr dankbar.

Warum haben Sie den Namen aufgegeben?

Ach, durch meine Jury-Rolle bei DSDS bin immer mehr ich in den Fokus geraten. Aber ich wollte etwas Neues, anderes machen. Ich habe mich danach gefühlt.

Und wenn Sie in einem anderen Monat Geburtstag gehabt hätten ...

... würde ich jetzt November, Juli oder August heißen (lacht).

Aber die Verwechslungsgefahr mit Vanessa Mae!

Wenn Sie mich Geige spielen hören würden, dann wüssten Sie sofort, dass ich nicht Vanessa Mae bin!

Wie sind Sie in die DSDS-Jury gekommen?

Das kam von Dieter Bohlen und RTL. Ich habe mir lange Zeit gelassen mit einer Entscheidung. Aber dann dachte ich mir: Ich bin so jung, dass ich nah an den Kandidaten dran bin und ganz anders mit denen umgehen und andere Tipps geben kann. Ich habe viel mitgenommen. Ich bin daran gereift, erwachsener geworden - weil ich mich als „Küken“ durchsetzen musste.

Und haben sich Dieter Bohlen als Produzenten geangelt?

Er fragte mich bei unserem DSDS-Dreh auf Jamaika! Das ist der Wahnsinn, da zögert man nicht lange.

Wie beschreiben Sie die Songs auf dem Album „Für Dich“?

So wie ich mich gerade fühle: positiv, gut gelaunt, leicht und sorgenfrei. Ich glaube, dass das der Sinn von Schlager ist: Ich will die Leute für ein, zwei Stunden aus dem täglichen Allerlei entführen. Privat höre ich gerne andere Musik, Balladen. Aber ich mit meinen 24 Jahren will Lebensfreude ausstrahlen. Bei „Ich sterb für dich“ ist im Background-Chor übrigens Dieter Bohlen zu hören (lacht) - das war aber meine Idee, ich bin ein großer Modern-Talking-Fan.

Geht es in der Richtung musikalisch auch weiter?

Ich habe in den letzten Jahren gelernt, dass alles einfach kommt und ich mich darauf einlassen muss. Das ist ja das Schöne am Leben, dass es immer Überraschungen gibt. Mal gucken, wie ich mich in zwei Jahren so fühle.

Nervt Sie der Vergleich mit Helene Fischer?

Anfangs habe ich mich sehr geehrt gefühlt. Andererseits war der Vergleich von Anfang an völliger Quatsch: Helene ist wahnsinnig erfolgreich, ich stehe ganz am Anfang meiner Karriere. Inzwischen wird der Vergleich auch gar nicht mehr gezogen, weil ich meinen Platz gefunden habe und die Fans mich als Vanessa wahrnehmen.

Aber Ihr Tempo ist irre: der erste Echo mit 23, das dritte Album auf dem Markt. Wird Ihnen da nicht schwindelig?

Definitiv, aber im positiven Sinne. Ich habe ein tolles Team um mich herum, großes Vertrauen in meinen Manager. Und meine Eltern halten mich auf dem Boden, das ist alles im gesunden Rahmen. Klar, es geht irre schnell. Aber ich wollte ja auch meinen eigenen Weg gehen.

Ihr Verlobter und Manager ist der Stiefsohn von Schlager-Ikone Andrea Berg. Funktioniert das reibungslos?

Wir sind sehr stolz auf diese besondere Konstellation, sie ist einmalig in unserem Bereich. Familie ist das Wichtigste. Wenn alles wegfällt, dann bleibt die Familie. Aber jobmäßig trennen wir das strikt (lacht).

Konzert am 2. November im Theater am Aegi, Karten für 31,40 bis 50,95 Euro gibt es im NP-Ticket-Shop (Lange Laube 10) oder im Internet unter tickets.neuepresse.de

NPVISITENKARTE

Geboren am 2. Mai 1992 in Aspach (Baden-Württemberg) als Vanessa Mandekic. Schon als Kind trat sie in Schulmusicals auf und stand zusammen mit ihrem Vater, einem Profi-Musiker, auf der Bühne. Sie hat eine Ausbildung zur Mediengestalterin gemacht. 2012 wurde sie Sängerin der Band Wolkenfrei (damals wählte sie den Künstlernamen Vanessa Mai), das zweite Album „Wachgeküsst“ stieg 2015 auf Platz sieben der Charts. Seit 2016 ist sie solo unterwegs. In der 13. Staffel saß sie in der Jury von „Deutschland sucht den Superstar“, stieg aber aus, um sich auf ihre Tour zu konzentrieren. Sie ist mit Andreas Ferber (31), dem Stiefsohn von Schlagerstar Andrea Berg (50), verlobt. www.vanessa-mai.de


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Anzeige

Bild des Tages