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Mensch-Hannover Unternehmer sturmfest und feierstark beim Sommerempfang
Menschen Mensch-Hannover Unternehmer sturmfest und feierstark beim Sommerempfang
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16:38 13.08.2018
DIE GASTGEBER MIT IHREN GÄSTEN: Werner M. Bahlsen (von links), CDU-Landeschef Bernd Althusmann, Tina Voß, Umweltminister Olaf Lies und Volker Müller. Quelle: Petrow
Hannover

Ja, eine Abkühlung kam Donnerstagnachmittag von oben, einige hatten sie sich auch echt herbeigesehnt. Dass sein traditionelles Unternehmer-Sommerfest aber hätte ins Wasser fallen können, daran hatte Volker Müller (62) nicht eine Sekunde lang geglaubt: Die Aussage: „Wir feiern bis morgen früh“ war so etwas wie das Mantra des Geschäftsführers des Instituts der Norddeutschen Wirtschaft (INW). Obwohl: „Ich habe bestimmt 57-mal in meine Wetter-Apps geguckt“, gestand Müller der NP vor seiner kurzweiligen Begrüßung.

„Was sind wir Niedersachsen?“, wollte der Gastgeber von den 850 Gästen wissen. „Sturmfest und erdverwachsen“, kam es unisono und textsicher zurück. Seine Rede hielt der Mann im Regen, kurz danach strahlte die Sonne wieder über dem Maschsee. Aber: Es waren knapp über 20 Grad, ganz anders als in den vergangenen Wochen.

„Ich bin nicht nach draußen gegangen“, sagte Tina Voß (48) zu ihrer Taktik, der heftigen Hitze ein Schnippchen zu schlagen. Die Wege zwischen ihrem Zuhause und dem Büro hat die Unternehmerin noch in Kauf genommen. „Aber jetzt ist schon klar, warum ich einmal mehr gerne Honorarkonsulin von Norwegen bin, oder?“

INW-Präsident Werner M. Bahlsen (69) ist morgens ins Annabad gegangen, hat da Abkühlung gesucht, Stefan Schostok (54) hat seine T-Shirts in den Kühlschrank gelegt, „das hat ein bisschen für Erfrischung gesorgt“, legte der Oberbürgermeister seine Runterkühltricks offen. Jürgen Köckler (49) war mit Gattin Britta (45) in die Toskana und Korsika geflüchtet, im Urlaub dort ließen sich die Temperaturen besser aushalten als im Büro. Der Messe-Chef war übrigens den zweiten Abend in Folge unterwegs: Mittwoch hatte er Geburtstag, feierte das letzte Mal in den 40ern mit der Familie im Tresor in Isernhagen.

Andreas Fischer (62) hat die meiste seiner Freizeit zuletzt einfach im Freien verbracht. Und zwar so: „In kurzen Hosen und Sandalen mit ein, zwei Bier“, sagte der Direktor der Niedersächsischen Landesmedienanstalt lachend. In seinem Büro ging das nicht, da musste einVentilator herhalten. „Den habe ich leider auch erst seit einem Tag“, so Fischer, „die Lieferzeit dauert dieser Tage schon länger.“

In der Dachgeschosswohnung von Jan Laubrunn (49) wird es noch einige Zeit dauern, bis es wieder erträglich wird: „Ich habe einfach nur geschwitzt und irgendwie probiert, durchzukommen“, so der Chef des Audi-Zentrums in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Konsequenz gestern: Er riss einfach alle Fenster auf und ließ sie offen stehen, ohne Rücksicht auf Verluste.

Auch für den Abend galt: Ohne Rücksicht auf das Wetter feierte die Gästeschar, die Buffet-Stationen Hannover (Kartoffelpuffer mit Deisterzeigenkäse), Hamburg (Schollenfilet), Berlin (Currywurst) und Brüssel (Pommes) wurden gestürmt, mit vollem Bauch schnackt sich es ja auch viel besser. Ein echt angenehmer Abend.

von Mirjana Cvjetkovic

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