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DEN GLOBUS KENNT ER NUN: 
Marco Heggen ist nach seiner 
Weltreise zurück in der
Südstadt.

DEN GLOBUS KENNT ER NUN:
Marco Heggen ist nach seiner
Weltreise zurück in der
Südstadt.© Frank Wilde

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Was macht eigentlich: Marco Heggen?

Um die Welt in 88 Tagen

Es gibt ein Leben nach Marquess, aber nicht ohne Musik: Marco Heggen hat sich nach dem Ausstieg bei der Gute-Laune-Popband mit einer Weltreise seinen Lebenstraum erfüllt. Und bereut nichts.

Hannover. Vom Sonnyboy zum Weltenbummler: Nachdem Marco Heggen im August 2011 beschlossen hatte, die Band Marquess zu verlassen, ging er erst einmal auf Weltreise.

Drei Monate lang war er quer durch Nord- und Südamerika, Asien und Afrika unterwegs und besuchte in 88 Tagen Metropolen, alte Bekannte und außergewöhnliche Landschaften. In seiner Wohnung in der Südstadt sprach er mit der NP darüber, wie sich sein Leben verändert hat.

Dass er die Zeit mit der Sommer-Hit-Kombo Marquess („Vayamos compañeros“, „El temperamento“) nicht vergessen wird, sieht man sofort, wenn man die Wohnung betritt. Goldene Schallplatten blitzen da an der Wand, die an die großen Erfolge der vier Männer erinnern. „Die sechs Jahre mit der Band waren eine intensive, extreme Zeit voller Verpflichtungen“, sagt der 41-Jährige, „es war total interessant. Die vielen Konzerte, die vielen Eindrücke, das werde ich nie vergessen.“

Klingt da etwa ein bisschen Wehmut mit? Heggen schmunzelt. „Nein ich bereue meine Entscheidung nicht, denn ich habe auch germerkt, wie viel damals auf der Strecke geblieben ist. Er sei in einem „Hamsterrad“ gewesen und habe kaum noch Zeit für sein „normales Leben“ gehabt.

Dazu habe er im Laufe der Zeit immer mehr den Wunsch gespürt, „weiter zu gehen“, erzählt Heggen: „Ich wollte mich künstlerisch einfach noch entwickeln, habe gespürt, dass diese Art von Musik nicht alles für mich ist.“ Doch erst einmal wollte der Musiker nach seinem Aus bei Marquess etwas von der Welt sehen: „Das war mein Lebenstraum, und zu diesem Zeitpunkt hatte ich zum ersten Mal genug Zeit und Geld, ihn umzusetzen.“

Ganz allein reiste er zu den aufregendsten Orten dieser Welt, seine Kamera war immer dabei. Denn Heggen ist nicht nur leidenschaftlicher Musiker, sondern auch ambitionierter Fotograf. Und ab und zu traf er Freunde und Bekannte wieder: „Ein guter Freund von mir hat mich sogar zweimal besucht, in Bangkok und in Los Angeles.“

Und wie geht es jetzt weiter? „Natürlich mit Musik“, sagt Heggen lachend, „damit könnte ich niemals aufhören.“ Sein Label Coastland Records, das bereits seit zwölf Jahren erfolgreich Werbesongs und Jingles für Unternehmen produziert, betreibt er natürlich weiter, außerdem möchte er ein „kleines Musik-Label mit Freunden“ gründen. „Ich habe mir selbst die Frist bis zum Ende des Jahres gesetzt“, erklärt er, „bis dahin will ich die Weichen für meine Zukunft stellen.“

Gibt es bei dieser Weichenstellung auch ein Gleis mit Frau, Haus und Hund? Heggen lächelt verschmitzt: „Nein, ich habe keine feste Freundin und auch nicht den Drang zu heiraten. Und das mit Haus und Hund, das müsste dann die Frau entscheiden.“


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