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Mensch-Hannover Über Dirk Nachtigalls „Strand Lok“ donnern die Züge
Menschen Mensch-Hannover Über Dirk Nachtigalls „Strand Lok“ donnern die Züge
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19:47 05.09.2018
SETZT SIGNALE: Dirk Nachtigall sieht die „Strand Lok“ in Hainholz als „Lebensraum“ Quelle: privat
Hannover

Das Wort Strandbar ist zu schnöde und abgenutzt, „Lebensraum“ gefällt Dirk Nachtigall (50) besser. In der Hüttenstraße hat er neben einer alten Lok-Halle einen Wohlfühlort geschaffen – im „Bermuda-Dreieck“ zwischen Nordstadt, Hainholz und Vahrenwald liegt seine „Strand Lok“. 65 Tonnen feinster Spielsand („Habe ich am Eröffnungstag im Mai mit zehn Leuten auf den Parkplatz geschaufelt“), Palettenmöbel, Sonnenschirme, Teppiche, viele Kerzen, lauschige Atmosphäre. Dem „Niemandsland“ jenseits der Nordstadt-Brücke will er Leben einhauchen. „Das soll eine Chill-Location sein“, betont Nachtigall.

Die „Strand Lok“ will nicht kommerziell sein

Die Musik spielt eine wichtige Rolle, soll aber nicht zu aufdringlich sein. Denn die Umgebung sorgt für den viel besseren Sound. Grillenzirpen am Abend, donnernde Züge rund um die Uhr. „Das ist Berlin-Style“, findet Nachtigall, wenn er von Regionalzügen, ICEs und Güterwaggons schwärmt, die über die Gleise rattern. Am 15. September will er bei der Nordstädter „mUSE Inspirationsweek“ eine Lok „entgleisen“ lassen – eine „Emma“ soll ihre Nase in den Sand stecken, außerdem gibt es japanisches Barbecue und einen Auftritt von Kaori Nanase.

Nachtigall ist seit 25 Jahren Experte in Sachen Veranstaltungstechnik, 2014 zog er mit seiner Firma in die Lok-Halle. „Den eigentlichen Reiz des Ortes habe ich aber erst in diesem Frühjahr erkannt“, sagt er über das mit viel Herzblut aus dem Boden gestampfte „Strand Lok“-Projekt. „Ich hatte es 25 Jahre im Job laut und schmutzig, diese Strandbar soll unkommerziell, harmonisch sein.“

„Es lohnt sich über die Nordstadt-Brücke zu gehen“

Während der Fußball-Weltmeisterschaft zum Beispiel gab es „Culture Viewing“. Jeden Abend lädt er zum „freien Grillen“: Nachtigall stiftet die Kohle, verkauft Getränke, gegen 3,50 Euro kann man Teller und Besteck leihen. Die „Strand Lok“ ist täglich ab 16 Uhr geöffnet, man kann aber auch schon vormittags vorbeischauen – „ich hab Kaffee da“, sagt Nachtigall und freut sich über jeden Besucher. Für den Winter plant er einen Indoor-Strand, Glühweintrinken, Weihnachtsmarkt und Eisstockschießen. „Es lohnt sich, über die Nordstadt-Brücke zu gehen“, sagt er. Finden wir auch!

Tipp: Am 6. September ab 18 Uhr legt DJ Dan „Bristol Beach“ auf.

Von Andrea Tratner

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