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Mensch-Hannover "Totally geil": So war das Festival der Sinne
Menschen Mensch-Hannover "Totally geil": So war das Festival der Sinne
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11:19 22.02.2018
Michi Gürth und Helmut Orosz haben gute Laune. Quelle: Heusel
Hannover

Normalerweise stehen sie ja in ihren Bars, Restaurants und Hotels und verwöhnen ihre Gäste: Gestern Abend war dann mal verkehrte Welt, die Gastronomen Niedersachsens ließen die Korken knallen, schlemmten sich durch die Büfett-Stationen, feierten bis weit nach Mitternacht – mehr als 2000 Gäste waren zum „Festival der Sinne“ ins HCC gekommen.

„Ich finde das richtig gut, dass es diese Party für uns gibt, sonst müssen wir ja immer arbeiten“, sagte Chi Trung Khuu (43), Chef der Bar „Lucky 7“ am Raschplatz, außerdem Mitinhaber der „Lieblingsbar“ in Herrenhausen. Der Mann hatte auch seine eigene Bar dabei, hinterm Tresen wirbelte Jannik Preusche (24), mixte unermüdlich seinen „Herrenhausen Royal“, den er im Sommer kreiert hatte.

Eher auf der Suche nach einem ordentlichen Steak war Ulli Hahn (48). „Ich liebe Fleisch einfach!“, so der Designer. Gut sah er aus, die Haut auch hinterm Rauschebart braungebrannt. „Ich war gerade drei Wochen in Thailand, das war einfach mega“, sagte der Mann, der neuerdings wieder Single ist, bevor er im Getümmel vberschwand.

Neu hatte auch sie ihre Haare Mal wieder: „Meine Friseurin ist krank, also musste die Perücke herhalten“, sagte Sylvie Kollin (65) und lachte. Der Kartenlegerin steht der Kurzhaarputz mit blauem Pony (sonst trägt sie das Haar ja feuerrot), ihr fehlt aber der Mut, sie wirklich abzuschneiden. Sie hielt sich mit einem Wasser fidel, Alkohol trinkt sie keinen. „Ich vertrage das Zeug nicht. Außerdem hatte ich als junge Frau genug davon, als ich zur See gefahren bin. Das reicht für’s ganze Leben.“

Richtig Leben in die Bude kam auf, als Marc Terenzi (39) auf die Bühne kam, „Totally geil, ich habe ein Heimspiel“, schwärmte der Musiker und „Dschungelkönig“ gegenüber der NP. Er ist fit, das war nicht zu übersehen – kein Wunder, er tourt ja auch unentwegt mit seinen Stripperjungs. „Zurzeit esse ich nur Hähnchen, Fisch und Gemüse.“ Der 39-Jährige spielte unter anderem „Right here waiting“ von Richard Marx (54), die Ballade war eines der ersten Lieder, das Terenzi einst auf der Gitarre gelernt hatte. „Außerdem habe ich es zuletzt für meine Mutter gesungen – und sie hat mich wiedererkannt!“

Seine Mutter litt bis zu ihrem Tod an Alzheimer, hatte bei der Gesangseinlage ihres Sohnes einen lichten Moment. Der 39-Jährige spielte am Montagabend übrigens auf der Gitarre von Helmut Orosz (38), den einige noch aus der „DSDS“-Staffel von 2010 kennen dürften. Rausgeflogen war der wegen Kokserei, davon ist längst keine Rede mehr. „Musik, Sport, Sport und Musik“, daraus besteht das Leben des Mannes, der seit vier Jahren übrigens in Hannover lebt. „Eine tolle Stadt, ich bin gerne hier.“ Gerne haben ihm die Besucher bei „Angels“ und „Summer of 69“ zugehört, es gab tosenden Applaus.

Mitgeklatscht hat auch Constantin Rüter (31), der Chef des Kaiserhofs am Ernst-August-Platz flanierte mit seiner Frau Alena (27) durch das HCC - sie war zum ersten Mal dabei. Stammgast ist dagegen Michi Gürth (52), der der Partymeute mit Charts und Tanzklassikern einheizte. Manch einer war beim Blick auf seine Totenkopfpuschen ein wenig abgelenkt: „Das sind handgenähte Hausschuhe aus England“, klärte er auf. Schick, schick. Wie der gesamte Abend auch!

Mirjana Cvjetkovic

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