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GUTE FIGUR: Im „Mister Germany“-Vorbereitungscamp in Ägypten gab es auch Fotoshootings mit Kandidat Tinh Tien Aluska. Foto: Peter Newels-PEN Fotografie

GUTE FIGUR: Im „Mister Germany“-Vorbereitungscamp in Ägypten gab es auch Fotoshootings mit Kandidat Tinh Tien Aluska. Foto: Peter Newels-PEN Fotografie

Schönheitswettbewerb

Tinh Tien Aluska will „Mister Germany“ werden

Er ist bereits „Mister Norddeutschland“, Sonnabend will er „Mister Germany“ werden: Der Hannoveraner Tinh Tien Aluska (27) ist der Sohn einer Chinesin und eines Armeniers, Fitness-Trainer und studierter Pharmazeut. Der Mann aus der List hat außerdem eine Botschaft: „Ich will Menschen motivieren, an sich zu glauben.“

Hannover.  Um sechs Uhr in der Früh war die Nacht für Tinh Tien Aluska (27) vorbei. Aber nicht, weil der Wecker von „Mister Norddeutschland“ geklingelt hat: „Ich war einfach aufgeregt, konnte nicht länger schlafen.“ Für den Hannoveraner stand nämlich ein spannendes Fotoshooting in den Wellen einer traumhaften Badelagune in Ägypten an, dort hält sich der 27-Jährige derzeit auf. Mit 15 weiteren Beaus aus der Bundesrepublik wird Aluska seit einer Woche auf die Wahl zum „Mister Germany 2018“ am Sonnabend im Europapark in Rust vorbereitet. Mit allem, was dazugehört: „Wir machen Sport, haben Fotoshootings, Sprechtraining, haben ein Bootcamp durchlaufen“, erzählte Aluska der NP am Telefon. „All das dient dazu, sich so gut wie möglich zu präsentieren, das Gesamtpaket zählt.“

Aluska will seine „Message“ rüberbringen

Der Sohn einer Chinesin und eines Armeniers ist „innerlich schon davon überzeugt“, dass er das Zeug zum „Mister Germany“ hat, „ich bin es nur nicht so gewohnt, im Mittelpunkt zu stehen“. Trotzdem will er sich der Wahl stellen, „einfach, um die Chance zu bekommen, meine Message nach Draußen zu tragen.“ Rechnet er sich denn Chancen aus bei der Konkurrenz? „Das kann ich nur schwer einschätzen. Jeder von uns hat etwas Besonders zu bieten, das wird letztlich Geschmacksache sein.“

Der Mann, der als Pharmazeut in einer Apotheke in Hannovers Innenstadt sein Geld verdient, wird in dem Telefonat auch mal nachdenklich, kehrt sein Inneres nach Außen: „In der Schule war ich nicht besonders gut, ich war sehr dünn und längst nicht der Mensch, der ich heute bin.“ Mittlerweile hat er nach mittelmäßigem Abi (Schnitt 3,3) nämlich eine abgeschlossene Ausbildung und ein abgeschlossenes Studium vorzuweisen, seinen jungenhaften Körper von einst hat er zu einem ansehnlichen Body trainiert, den sich viele Männer garantiert wünschen. „Ich will Menschen motivieren, an sich zu glauben und ihnen dabei helfen, dass Feuer in sich wieder zu entfachen.“

„Jeder kann etwas aus sich machen“

Aluska fügt hinzu, er sei der beste Beweis, „dass jeder etwas aus sich machen kann. Egal, was und wie viel man hat.“ Deshalb begeistert ihn seine Lieblingssportart – das Turnen. „Da braucht man nichts. Nur seinen Körper. Damit lässt sich aus dem Stand ein Flickflack oder ein Rückwärtssalto machen“, so der passionierte Sportler, der auch Tischtennis (Bezirksoberliga), Schwimmen und Fitness (er ist Trainer bei Easyfitness in der List) betreibt.

Noch eine ganz andere Frage treibt den mit 1,76 Metern Kleinsten aus der „Mister“-Anwärtertruppe um: „Was ist Glück? Diese Frage habe ich mir oft gestellt“, erzählt er. In der Familie und der Liebe (mit seiner Freundin ist er seit sechs Jahren zusammen, „sie unterstützt mich in dieser Sache, deshalb liebe ich sie noch einmal mehr“) hat er es schon gefunden. „Aber Glück ist auch Haltung“, betont er. „Zum Beispiel, die Chance zu bekommen, lernen zu können, zur Schule gehen zu dürfen. Das geht in der Gesellschaft unter.“

Später will er in die Forschung

Vielen gehe es nur darum, dass neueste Smartphone vor sich liegen zu haben, „und nicht für das dankbar zu sein, was man hat“. Man könne sein Glück nämlich durchaus selbst erschaffen: „Mit Disziplin, Motivation, Durchhaltevermögen.“ Ergebnis bei Aluska: „Ich bin Pharmazeut geworden, will Apotheker werden.“ Nicht zuletzt, weil sein Vater an Multipler Sklerose erkrankt ist: „Vielleicht kann ich irgendwann in der Forschung dazu beitragen, dass Patienten geholfen werden kann.“

Bei diesen nachdenklichen und ernsten Gesprächsthemen lässt sich der Bogen zu einem Schönheitswettbewerb spontan erstmal schwer spannen. Auf den zweiten Blick ergibt es aber wieder Sinn: Aluskas Vorname Tinh Tien bedeutet sinngemäß nämlich „Fortschrittmacher“ – also jemand, der das Beste aus sich und seinem Leben machen will. Warum dann nicht auch ein Schönheitswettbewerb? Über innere Schönheit verfügt Aluska allemal. Wir drücken jedenfalls fest die Daumen.

Von Mirjana Cvjetkovic