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HEUTE: Thommy Ohrner im Studio von Servus TV. „Hierleiste ich Pionierarbeit“,sagt der Moderator.

HEUTE: Thommy Ohrner im Studio von Servus TV. „Hier leiste ich Pionierarbeit“, sagt der Moderator.

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NP-Interview

Thomas Ohrner macht Morgenshow

Seinen Durchbruch feierte Thomas Ohrner 1979 als Timm Thaler in dem ZDF-Mehrteiler, dann spielte er Manni, den Libero. Danach wurde es still um ihn. Nun ist Ohrner zurück: Auf Servus TV moderiert er das Morgenmagazin.

Mit vier Jahren standen Sie das erste Mal vor der Kamera, 1979 wurden Sie in der Rolle des Timm Thaler zum Kinderstar. Wenn Sie zurückblicken, würden Sie das alles wieder so machen?
Die Schauspielerei war nicht unbedingt mein Berufswunsch Nummer eins, aber ich wollte unbedingt in die Medien. Damals kam die Privatisierungswelle in Gang, neue Sender und Programme entstanden. Ich habe es nie bereut, in die Branche gegangen zu sein.

Wie wird man als Kinderstar erwachsen, ohne Schäden davonzutragen?
Das waren andere Zeiten damals, in den Medien ging es wesentlich behüteter zu. Ich bin groß geworden mit zwei Sendern – das wars. Man war zwar plötzlich im Fokus und wurde erkannt, aber die Mechanismen von heute gab es noch nicht. Und ich komme aus einer sehr geerdeten Familie.

Sie haben sich nie als Star gefühlt?
Nicht wirklich. Ich bin ja auch nicht mit der Limousine in die Schule gefahren worden. Heute hätte das alles ganz andere Dimensionen.

Sie sind mittlerweile Familienvater.Wenn eines Ihrer Kinder vor die Kamera wollte, was würden Sie raten?
Bisher wollen sie es zum Glück nicht. Aber wenn sich junge Erwachsene etwas in den Kopf setzen, dann ist es schwer, sie davon abzuhalten. Sollte sich eines meiner Kinder das vorstellen können, würde ich sagen, dass ich sie zwar gewarnt habe, dass sie ihre Erfahrungen aber selber machen müssen.

Aktuell moderieren Sie ein Morgenmagazin auf Servus TV. Warum ein Sender, den kaum einer kennt?
Ich kannte ihn und war von der Qualität überzeugt. Dann habe ich gehört, dass dort ein Frühstücksfernsehen geplant ist. Kein Hampelfritzen-Programm, sondern täglich gutes Live-Fernsehen.

Das geht bei anderen Sendern nicht?
Man kann bei Servus TV ein Stück Pionierarbeit leisten, und ich habe die Möglichkeit, bei einem jungen Sender ein Programm auf die Beine zu stellen, wie man das früher noch fast überall konnte. Fernsehen ist in Deutschland sehr schwierig geworden, weil man viel zu viel Angst vor Niederlagen hat. Jetzt kann ich bei der Entstehung dabei sein.

Sie haben etwas gesucht, wo Sie sich noch einmal ausprobieren können?
Ja. Aber das geht nur, wenn man das als Chance sieht. Wem es nur darum geht, die Showtreppe herunterzugehen und eine maximale Zahl an Zuschauern zu erreichen, der fühlt sich am Samstag um 20.15 Uhr als Fernsehonkel wohler.