Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Mensch-Hannover Die 50 hat auf Thomas D keine Schockwirkung
Menschen Mensch-Hannover Die 50 hat auf Thomas D keine Schockwirkung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:56 27.12.2018
Thomas D von der Band Die Fantastischen Vier Quelle: dpa
Hannover

Mit der NP sprach er über das Alter, das neue Album und das Abrocken.

Thomas D, Ihre Bandmitglieder sind alle schon 50. Wie ist es da, der Jüngste zu sein?

Manchmal habe ich das Gefühl, nicht ganz ernst genommen zu werden in so einem jungen Alter (lacht). Mein Sohn erinnert mich aber an mein Alter, indem er kumpelhaft „Alter“ zu mir sagt. Im Ernst: Ich weiß nicht, ob es da ein großer Unterschied ist, ob man 49 oder 51 Jahre alt ist. Lustig ist, wenn ich 60-Jährige treffe, die sagen: „Och süß, du wirst 50.“ Was genau daran süß ist, weiß ich jetzt nicht. Ist aber niedlich.

Also haben Sie kein Problem damit?

Es hat keine Schockwirkung auf mich. Ist doch nur eine Nummer. Wobei: Wenn ich versuche, den Dab zu machen, diesen Jugendmove, merke ich das Alter dann doch – den bekomme ich nämlich nicht so gut hin. Und dann kommt wieder dein eigenes Kind und sagt zum Dab: Du alter Depp (lacht).

Wissen Sie noch, was Sie in Ihren 20ern über 50-Jährige gedacht haben?

Ja klar: Sind die alt! Das war so das Wesentlichste als Kind: Du siehst, es gibt Kinder und es gibt Erwachsene. Und die sind diejenigen, die sich auskennen, die das Sagen und den Durchblick haben. Dann denkst Du: Die Zeit wird kommen, dann kenne ich mich auch so aus in der Welt. Plötzlich macht es ,Klick’ und du stellst fest, das Gegenteil ist der Fall. Man sieht die Welt weiter mit diesen eigenen Augen. Bei mir jedenfalls hat sich das Gefühl von Erwachsensein nie richtig entwickelt. Wir alle stellen uns doch weiterhin die Frage, wo es im Leben hingeht. Und wir wissen doch alle nicht, wie es läuft. Ich finde, dass wir besser damit fahren, wenn wir uns Kindliches bewahren.

Was haben Sie eigentlich immer lieber gefeiert: Ihren Geburtstag am 30. Dezember oder dann tags drauf Silvester?

Ich war lange immer ein bisschen frustriert. Mein Geburtstag war eine Mogelpackung. Oft hieß es nämlich: Das bekommst du dann aber zu Weihnachten und zum Geburtstag zusammen. Na toll! Das ganze Jahr eine lange Durststrecke und dann kam alles auf einmal. Später wurde es besser, da habe ich einfach drei Tage lang Party gemacht. Leute, die zu meinem Geburtstag kamen, haben einfach auch Silvester mitgefeiert.

Und heute?

Versaut mir mein Sohn Silvester, weil er am 1. Januar Geburtstag hat (lacht). Da muss ich dann nachts noch im Vollrausch die Silvesterdeko runterreißen und Luftballons aufpusten. Der will morgens um sieben Uhr halt seinen Gabentisch fertig bestückt sehen.

Bald wird auch wieder auf der Bühne abgefeiert, es geht auf Tour.

Wir haben mit dem Erscheinen des Albums ,Captain Fantastic’ ein komplett neues Programm. Für uns stand fest: Wir wollen die Platte live spielen und live rocken. Im Sommer gab es Auszüge auf Festivals, jetzt haben wir das Set umgestellt: Neue Stücke sind dabei, kürzere Versionen von alten. Alte Stücke spielen wir immer noch gerne, wollen auch nicht drauf verzichten. Es wird ein knackiges Programm, das voll abgeht. Viele Übergänge, wenig Pausen, alles zack, zack.

Nach ein paar Auftaktkonzerten war Weihnachts- dann Neujahrspause. Wie verbringen Sie die Feiertage?

Wir spielen unter anderem in meiner alten Heimat Stuttgart, da habe ich meiner Frau versprochen, nicht ganz so heftig zu feiern wie im vergangenen Jahr. Da habe ich uns Weihnachten nämlich versaut, weil ich so viel geschlafen habe (lacht). Wir haben im kleinen Kreis mit der Familie gefeiert. Und meinen Geburtstag feiere ich nächstes Jahr, wenn die Fantas 30 werden. Wir legen die Partys zusammen.

Bei uns spielen Sie in der Tui-Arena. Warum haben wir das beste Publikum?

(Lacht ziemlich lange) Oh mein Gott! Die Furys kommen doch aus Hannover. Und ganz andere auch. Ihr seid eine der Pop-Hauptstädte Deutschlands, dementsprechend ist das Publikum geübt, abzugehen. Und außerdem sind wir bis nach Hannover super eingespielt mit Licht und Ton und allem, ihr bekommt eine Top-Show. Eine, die läuft wie ein Schweizer Uhrenwerk.

Thomas D kommt mit seinen Fantastischen Vier am 22. Januar in die Tui-Arena. Tickets kosten zwischen 63,45 und 68,05 Euro.

Von Mirjana Cvjetkovic

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Man muss die Feste eben so feiern, wie sie fallen: Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe hat zu sich aufs Schloss nach Bückeburg geladen, um seinen 60. Geburtstag zu feiern. Die NP war bei der festlichen Sause gestern dabei.

26.12.2018

Die Hannoveranerin Luisa Verfürth konnte überzeugen: Sie ist in der Vox-Serie zur „Shopping Queen des Jahres“ gewählt worden. 

24.12.2018

Schenken macht Freude, Geschenke bekommen auch. Aber nicht immer hat man das perfekte Präsent in petto: Mirjana Cvjetkovic hat nachgefragt, was der größter Flop unterm Weihnachtsbaum war.

24.12.2018