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Talentshow

"The Voice"-Finale: Holt sich Jamie-Lee den Sieg?

Ein 17-jähriges "Manga-Mädchen", eine stimmgewaltige Erzieherin, ein Singer-Songwriter vom Dorf oder eine Studentin mit Gitarre: Wer wird in diesem Jahr "The Voice of Germany"? Gute Chancen hat eine Schülerin aus Hannover.

Große Talente, große Stars: Die Musikshow "The Voice of Germany" fährt im Finale noch einmal groß auf. Auch Kandidaten aus Hannover und der Nähe von Wolfsburg haben dabei Chancen auf den Sieg. In der Live-Show aus Berlin treten am Donnerstag um 20.15 Uhr auf ProSieben unter anderem die britische Rockband Coldplay ("A Head Full Of Dreams"), Chartstürmerin Ellie Goulding (28, "Burn"), Grammy-Preisträgerin Jess Glynne (26, "Rather Be") und Pandamaskenträger Cro (25, "Bye Bye") auf. Der irische Coach Rea Garvey kann sich bei der großen Final-Sause entspannt zurücklehnen. Denn seine letzten verbliebenen Kandidaten haben die TV-Zuschauer vergangene Woche nach Hause geschickt. Damit erwischt das "Voice"-Urgestein das gleiche Schicksal wie Nena vor zwei Jahren. Auch sie war damals mit keinem Talent im Finale vertreten. Der 42-Jährige nimmt es äußerlich gelassen. "Ich bin ein guter Verlierer", meinte er direkt nach dem Halbfinale.

Neuzugang Andreas Bourani (32) kann sich dagegen freuen, denn er geht mit gleich zwei Nachwuchsmusikern als Favorit ins Finale. "Wir gehen alle in die Show, um zu gewinnen. Ich habe jetzt die Chance. Es steht 2:1:1, das ist keine schlechte Ausgangsposition", sagte der Augsburger der Deutschen Presse-Agentur. "Aber trotzdem gehe ich natürlich mit Respekt daran. Wir haben starke Konkurrenz im Finale, und es wird nur einer gewinnen. Im besten Fall eines von meinen beiden Talenten."

Bouranis Schützlinge, das sind Tiffany Kemp aus Kaiserslautern und Ayke Witt (23) aus der kleinen Gemeinde Groß Twülpstedt bei Wolfsburg. Die 37-jährige Erzieherin Kemp begeisterte von der ersten Show an mit einer atemberaubenden und kräftigen Stimme. Der Songwriter Witt kommt ruhiger daher und überzeugte bislang mit deutscher Musik von Mark Forster oder Clueso.

Favoritin auf den Finalsieg ist bei vielen aber die jüngste Kandidatin im Rennen: Die 17-jährige Jamie-Lee Kriewitz aus dem Team von Michi Beck (48) und Smudo (47) von den Fantastischen Vier. Die Schülerin aus Hannover machte nicht nur mit schrillen und bunten Outfits im Stile von Manga-Comics von sich reden, sondern auch mit ihrer Stimme. "Wenn ich gewinne, will ich ganz viel feiern, aber erstmal meine Schule fertigmachen, um eine Absicherung zu haben."

Die vierte Finalistin - Studentin Isabel Ment - wird von Silbermond-Frontfrau Stefanie Kloß (31) betreut. Die 20-Jährige aus Berlin legt ihre Gitarre nur selten aus der Hand und hat laut Kloß das "musikalische Gen". Wer auch immer die Show am Ende gewinnt: einen dauerhaften Erfolg im Musikgeschäft garantiert der Sieg nicht. "Du kannst den ersten Hype um "The Voice" natürlich mitnehmen. Aber wenn du dabeibleiben möchtest, musst du selber Songs schreiben, dir in deine Seele gucken lassen und Musik leben", sagt Beck. Die Musikshow wolle keinem der Talente etwas versprechen.  Die Macher des Formats dürften nicht nur darauf gespannt sein, wer am Ende mit seiner Stimme ganz nach vorne kommt, sondern wie viele Zuschauer das Finale einschalten. Im Halbfinale gab es mit 2,44 Millionen Zuschauern (8,4 Prozent) einen neuen Staffeltiefstand. Die Sendergruppe ist trotzdem zufrieden mit der fünften Staffel. ""The Voice Of Germany" ist die erfolgreichste ProSieben und SAT.1-Showreihe, war an 15 von 16 Abenden klarer Marktführer", erklärte ein Sprecher. Darum wird auch 2016 wieder die "beste Stimme Deutschlands" gesucht.

dpa


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