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SIE KANN SCHON LANGE WIEDER LÄCHELN: Das Foto von Teresa Enke entstand im Frühjahr 2016 im Rahmen eines Benefizspiels.

SIE KANN SCHON LANGE WIEDER LÄCHELN: Das Foto von Teresa Enke entstand im Frühjahr 2016 im Rahmen eines Benefizspiels.
 © Maike Lobback (Team zur Nieden)

Rückkehr

Teresa Enke: „Ich fühle mich wohl in Hannover“

Teresa Enke ist wieder da! Die Witwe des 96-Torwartes Robert Enke, der sich im November 2009 das Leben genommen hatte, lebte mit ihrer achtjährigen Tochter Laila sieben Jahre in Köln – auch um Abstand von der Öffentlichkeit zu nehmen. Nun die Rückkehr: „Ich bin wieder in Hannover“, sagte sie der NP. „Und ich fühle mich sehr wohl hier.“

Hannover.  Die Stadt, das Land, die Welt bewunderte die starke Frau, die vor etwas über acht Jahren in ihrer Trauer um ihren geliebten Mann Stärke zeigte. Hannovers damals berühmtester Sportler Robert Enke (†32) beging am 10. November 2009 Suizid. Seine Frau Teresa Enke (41) kämpft den Kampf weiter, den sie gemeinsam mit ihrem Mann austrug: den Kampf gegen die Krankheit Depression. Sie gründete die Robert-Enke-Stiftung, zog vor sieben Jahren aus dem gemeinsamen Bauernhaus in Empede nach Köln. Dort nahm sie mit ihrer Tochter Leila (8) Abstand von der Öffentlichkeit, trat ausschließlich als Gründerin der Enke-Stiftung auf, um Menschen mit Depression zu helfen. Jetzt öffnet sie ein neues Kapitel. „Ich bin wieder in Hannover“, sagte sie der NP fröhlich. „Und ich fühle mich sehr wohl hier.“

Sie ist dem Erinnerungsort näher

Vor einem Jahr gab sie zu, sie habe „einen Kloß im Hals“, wenn sie sich auf den Weg nach Hannover mache – in die Stadt, in der ihr Mann als Torwart berühmt, beliebt und zum Nationalspieler wurde. Mit ihrem „Comeback“ zeigt sie, dass sie glücklich leben kann, ohne die Erinnerung an Robert zu vergessen. Das kann Teresa Enke auch gar nicht: Ihr Stiftungs-Logo zeigt Robert Enke, auf dem Arm die gemeinsame Tochter Lara, die im September 2006 an den Folgen eines Herzfehlers starb. Lara und Papa Robert teilen sich das Grab bei Neustadt. Auch diesem Erinnerungsort ist Teresa Enke jetzt wieder näher.

Teresa Enke zog mit Leila diesmal nicht in die Region, sondern direkt in die Stadt. „Arbeitstechnisch hat das große Vorteile“, sagt sie. „Jetzt bin ich viel näher dran.“ Die Enke-Stiftung hat ihren Hauptsitz in Barsinghausen – die Fahrt ins Büro dauert jetzt nur 20 Minuten statt drei Stunden von Köln aus.

„Erinnerungen an schöne Zeiten“

Einen der letzten öffentlichen Auftritt in Hannover hatte Teresa Enke am 11. November 2016 beim Benefizspiel von Hannover 96 gegen Robert Enkes früheren Club Carl-Zeiss Jena. „Robert ist nicht vergessen“, hatte sie gesagt. „Etwas von ihm bleibt lebendig. Jena und Hannover – das sind für mich Erinnerungen an schöne Zeiten.“

Schön, dass sie wieder in Hannover wohnt.