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SCHON LANGE VERBUNDEN: Düzen Tekkal mit ihrer Mutter Fatma und Heidi Merk im Astor. © Cvjetkovic

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Tekkals Film „Háwar“ rührt Astor-Publikum

Kino

Ihr leidenschaftlicher Patriotismus war ihr deutlich anzumerken: „Hier zu sein, ist wirklich etwas ganz Besonderes, hier hat alles begonnen, hier sind meine Wurzeln, hier habe ich Flügel bekommen“, schwärmte Düzen Tekkal (37) von ihrer Heimatstadt Hannover, insbesondere von Linden. Dafür erntete die Journalistin Applaus und anerkennende Blicke, als sie gestern am frühen Abend ihren Dokumentarfilm „Háwar - meine Reise in den Genozid“ im Astor an der Nikolaistraße vorstellte.

Familie, dutzende Freunde und Fans waren in das Kino gekommen, um sich Tekkals Film anzusehen, verlassen haben sie es mit gemischten Gefühlen: Zum einen war da Stolz, dass die 37-Jährige mittlerweile so erfolgreich ist. Zum anderen war die Bestürzung über das Schicksal der Jesiden, ihren Hilferuf, in Tekkals Film bei den Gästen nicht zu übersehen.

Vor Kritikern hat die Filmemacherin keine Angst, sie sieht das ganz pragmatisch: „Auch unterm Damoklesschwert kann man es sich gemütlich machen. Außerdem konnte ich mit Kritik schon immer besser umgehen als mit Lob.“

Dennoch gab es lobende Worte en masse - von Verfassungsschutzpräsidentin Maren Brandenburger (48) und Heidi Merk (71), die die Familie Tekkal seit 28 Jahren kennt. „Ein sehr bewegender Film“, fand Merk, „es ist kometenhaft, wie sich Düzen, aber auch ihre zehn Geschwister gemacht haben“, so die Politikerin: „Eine beispielhafte Leistung, die weit in die deutsche Gesellschaft gehen sollte.“


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