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NUR FÜRS FOTO: Wotan Wilke Möhring und Filmpartnerin Franziska Weisz im Dollberger Supermarkt. So wird es die Szene im „Tatort“ aber nicht geben.© Rainer Droese

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Fernsehen

"Tatort": Wilke Möhring ermittelt in Dollbergen

„Tatort“-Fans können sich freuen: Die nächste Folge mit Wotan Wilke Möhring (49) und Franziska Weisz (36) wurde bei uns gedreht, unter anderem im beschaulichen Dollbergen. Die NP schaute am Set von „Böser Boden“ vorbei.

Sein beschaulicher Supermarkt als Schauplatz in einem „Tatort“? Das höchste der kriminellen Gefühle, die Axel Schumann (55) in seinem „Frischemarkt“ an der Fuhsestraße in Dollbergen (2351 Einwohner, Ortsteil von Uetze) bisher je erlebt hat, kann er in zwei Sätzen zusammenfassen: „Letztes Jahr haben Leute mal versucht, Tabak und Alkohol für 100 Euro zu klauen. Ich habe sie gestellt, die Sachen wiederbekommen und dann die Polizei gerufen.“

Die Szene, die sich in seinem Laden jetzt wirklich abspielen wird, ist zum Glück nur fiktiv und somit für den Händler erträglich. Und die Polizei ist mit Wotan Wilke Möhring (49) und Franziska Weisz (36) quasi ja schon vor Ort. Die „Tatort“-Kommissare (er spielt Thorsten Falke, sie Julia Grosz) haben es wieder mit einem Fall bei uns in der Region zu tun. „Eine gespenstische Dorfgemeinschaft“, beschreibt der Schauspieler beim Gespräch an einem Tisch des Dorfgriechen „Hellas“ die Leute, die die Ermittler umgeben: „Falke ist mehr an den Mord- ermittlungen interessiert als an dem drohenden Umweltskandal.“ Denn vor einer Förderanlage für Erdgas ist die Leiche eines persischstämmigen Ingenieurs entdeckt worden. Zunächst deutet alles auf eine ausländerfeindliche Tat hin. Auch steht im Raum, dass die Tat von Gegnern der Förderanlage begangen worden sein könnte. An sich schon eine spannende Kiste.

Und dann sind da auch noch diese beiden charakterstarken Ermittler, die erstmals einen Fall gemeinsam lösen wollen. „Man merkt, dass Falke und Grosz sich immer wieder abchecken: Was macht jetzt der eine? Wie reagiert der andere? Wie ist die Arbeitsteilung?“, beschreibt die Wienerin Weisz die beiden Persönlichkeiten.

Am Set wirken die Hauptdarsteller trotz fiesen Niesels und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt sehr gelöst, sie haben eindeutig Spaß an der Sache. „Wir haben glücklicherweise denselben Humor, der gerade dann wichtig ist, wenn die Nächte lang und dunkel werden“, so Möhring über die Dreharbeiten, die tatsächlich meistens nachts stattgefunden haben. Da pflichtet ihm seine Kollegin bei: „Eine Zusammenarbeit, die immer entspannter, interessanter und lustiger wird.“

Zwei Tage wird noch gefilmt, 22 sind es insgesamt, dann geht das Material von „Böser Boden“ in den Schnitt. Aller Voraussicht nach wird die Folge im Frühjahr 2017 ausgestrahlt. Ein bisschen Freizeit haben sich die Schauspieler auch freischaufeln können. Die 36-Jährige war total von der Natur fasziniert: „Weil wir sehr viel nachts drehen, habe ich die Möglichkeit, am Tage etwas herumzulaufen und mir die Umgebung anzugucken. Wahnsinnig schön der Herbst hier! Vor ein paar Tagen war ich im Wald spazieren und muss sagen, wirklich sagenhaft, was für Farben der hatte.“ Kommt sie als Wienerin mit dem Hochdeutsch denn zurecht? Weisz lacht: „In Celle hat mich noch niemand in die falsche Richtung geschickt, weil er mich nicht verstanden hat.“

Filmpartner Möhring machte einen Abstecher in die Stadt: „Sonntag habe ich mal die Möglichkeit gehabt, unter Abzweigung mehrerer Stunden Schlaf meine Schwester in Hannover zu besuchen.“ Wiebke Möhring (46) ist Professorin an der Fakultät für Medien, Information und Design der Hochschule Hannover. Und Marktleiter Schumann? Freut sich auf diesen „Tatort“. „Sonst gucke ich nur Boerne und Thiel“, gibt er zu.


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