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JUNG UND FREI: Mike Singer kommt am 26. Oktober für ein Konzert auf die Capitol-Bühne.

JUNG UND FREI: Mike Singer kommt am 26. Oktober für ein Konzert auf die Capitol-Bühne.
 © dpa

Youtube-Star

So erobert Mike Singer die Herzen seiner Fans

Wenn er auf die Bühne tritt fallen Mädchen reihenweise in Ohnmacht: Mike Singer (17) ist ein Shooting-Star mit drei Millionen Followern auf seinen Social-Media-Kanälen. Für „The Lego Ninjago Movie“ (Kinostart am 21. September) hat er seinen Hit „Jung und frei“ umgetextet, am 26. Oktober singt er im Capitol (Schwarzer Bär). Die NP sprach mit ihm über seine „Mikinators“, das erste Album und seinen Lieblings-Ninja.

 Hast du den Ninjago-Film schon gesehen?
Ich durfte schon mal reingucken. Was ich gesehen habe, fand ich megacool. Die Serie läuft ja schon seit 2011, als Kind habe ich auch einige Folgen gesehen.

Hast du einen Lieblings-Ninja?
Eindeutig Lloyd, der grüne Ninja ist einfach der krasseste. Ich mag ihn, weil ich finde, dass er mir auch ein bisschen ähnlich ist. Anfangs ist er ja total schüchtern und wird dann immer selbstbewusster. Das finde ich megacool. Ich habe allerdings kein solches Problem mit meinem Vater wie Lloyd mit dem fiesen Lord Garmadon ().

Du hast für den Film deinen Hit „Jung und frei“ umgeschrieben. Was war das Ergebnis?
Im Ursprungstext geht es eher darum, mit Freunden Spaß zu haben, eine coole Zeit zu haben. In der Ninjago-Version ist das Thema anders: Ich will ausdrücken, dass man gemeinsam stark ist und alles schaffen kann.

Was hast du denn für ein Verhältnis zu Lego? War das dein Lieblingsspielzeug?
Ich habe als Kind soooo viel Lego gespielt (), am liebsten mit der Polizeistation. Ich seh das auch gerade an meinem Bruder, der ist zehn Jahre alt und ist total begeistert. Zum Geburtstag wünscht er sich was von Lego, zu Weihnachten, er will immer was von Lego...

Ist Mike Singer wirklich dein echter Name?
Ja (). Meine Freunde haben schon immer gesagt, dass ich mal Sänger werden muss. Als ich das Singen für mich entdeckt habe, war mir das dann auch klar. Ich hab schon als Kind mitgesungen, wenn Songs im Radio liefen, ich habe Lieder auswendig gelernt, versucht selber Klavier zu spielen. Mit elf oder zwölf habe ich das erste Video bei Facebook hochgeladen – „With you“ von Chris Brown. Und meine Kumpels fanden das alle cool und haben mich aufgefordert weiterzumachen... Ich konnte das kaum glauben!

Wie ging es weiter?
Mit einem Freund hab ich in einem kleinen Studio Songs aufgenommen, dann auch Videos gedreht. Das ging voll durch die Decke. Zum Glück haben mich meine Eltern immer unterstützt. Ich hab ja auch eine Weile Fußball gespielt, da ist mein Vater auch immer mit zum Training und zu den Spielen. Bei der Musik haben sie das genauso gemacht.

Warum heißt dein erstes Album „Karma“?
Ich glaube fest daran, dass man Gutes zurückbekommt, wenn man mit Menschen gut umgeht. Ich glaube so mega daran, dass ich mein Album unbedingt so nennen wollte.

Warum singst du auf Deutsch?
Es ist meine Muttersprache, darin fühle ich meine Musik am besten, so kann ich mich gerade am besten ausdrücken. Auch wenn in einem Lied wie „1Life“ jede Menge englische Wörter stecken. Mein Deutschlehrer würde mich vielleicht für die guten Anglizismen loben – sie sind ja ein Stilmittel. Vielleicht kommt ja auch der Zeitpunkt, an dem ich auf Englisch umschwenke.

Wie ist denn das Verhältnis zu deinen Fans? Sie nennen sich „Team Singer“ und „Mikinators“ ...
Ganz eng, ich kriege viele Nachrichten und versuche möglichst viele zu beantworten, ich snappe viel. Für meine Fans will ich so viel wie möglich tun – die tun das ja für mich auch. Das ist echt krass.

Du kennst aber auch die Schattenseiten, oder?
Klar, das gehört leider auch dazu. Es gibt viele Hater, ein Stalker hat unseren Bus mit einer Eisenstange angegriffen. Das sind komische Menschen, ich kann das nicht verstehen. Aber man muss selbstbewusst sein und weitermachen.

Wer gibt dir Rückhalt?
Meine Familie und meine Freunde, außerdem habe ich ein super Team um mich herum. Meine Eltern müssen natürlich arbeiten, also bin ich gerade viel mit meinem Management unterwegs.

Fühlst du dich eigentlich noch wie 17?
Ja, aber ich hab auch schon sehr viel von der Welt gesehen. Das Video zu „1Life“ haben wir zum Beispiel in der Dominikanischen Republik gedreht, vor der Kulisse eines spektakulären Wasserfalls. Da stand ich 15 Minuten auf einer Klippe und hatte Megaangst, überhaupt runterzuspringen. Ich habs dann geschafft. Und im zweiten Versuch sogar einen Rückwärts-Salto gemacht! Aber im Grunde bin ich ein normaler 17-Jähriger, der am liebsten mit seinen Freunden Party machen will.

Wo bist du in zehn Jahren?
Ach, das kann man nicht planen, ich will mich lieber überraschen lassen. Ich hoffe natürlich, dass ich mein ganzes Leben lang Musik machen kann. Aber nächstes Jahr mache ich trotzdem auf einer Privatschule mein Abi, das ist mir sehr wichtig.

Gabs denn einen Berufswunsch, bevor das mit der Musik losging?
Als ich klein war, wollte ich Polizist werden. Ich finde es cool, dass Polizisten für Gerechtigkeit kämpfen.

Das ist Mike Singer

Mike Singer wurde am 20. Januar 2000 in Kehl geboren. Er wächst in Offenburg auf, Musik bringt er sich autodidaktisch bei. 2013 macht er bei „The Voice Kids“ mit, fliegt aber in Lena Meyer-Landruts Team bei den Battles raus. Über Facebook, Instagram, Youtube und Snapchat erreicht er drei Millionen Fans. Sein erstes Album heißt „Karma“.

Von Andrea Tratner