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EIN ECHTER EDELMANN: Sky du Mont bleibt als Erzähler in der "Rocky Horror Show" im klassischen Opernoutfit.© Stefan Menne

Interview

Sky du Mont als Erzähler in der Rocky Horror Show

Die schräge Story um Brad, Janet und Dr. Frank N. Furter ist Kult: Sky du Mont (68) ist ab morgen im Original-Musical „The Rocky Horror Show“ als Erzähler zu sehen.

Sky du Mont, was gefällt Ihnen besser: Arbeit auf der Bühne oder vor der Kamera?

Es hat beides seinen Reiz. Ich arbeite ja nicht nur als Sprecher, sondern habe als Schauspieler auf vielen Bühnen und vor der Kamera gestanden, ich moderiere und habe gerade mein siebtes Buch fertiggeschrieben, das ich zurzeit korrigiere. Die Abwechslung macht mir am meisten Spaß. Deshalb kann ich mir auch nicht vorstellen, nur noch auf der Bühne zu stehen.

Erinnern Sie sich daran, wie Sie die „Rocky Horror Show“ das erste Mal gesehen haben?

Ich hatte die Show gar nicht gesehen. Nur den Film. Den fand ich aber ehrlich gesagt gar nicht so prickelnd. Als ich vor ein paar Jahren die Anfrage bekam, mit dem Ensemble als Erzähler aufzutreten, habe ich mir dann Ausschnitte der Show auf Youtube angesehen. Die haben mir wirklich gut gefallen. Die Musik war besser, sehr viel rockiger als im Film, die Show viel mitreißender. Es ist einfach ein Bühnenstück.

Was ist das Besondere daran?

Ein Teil des Erfolgs ist, dass die Zuschauer mitmachen können. Und das machen sie auch. Es macht einen Riesenspaß vor einem Publikum zu stehen, von dem viele Zuschauer mittanzen oder singen und die darauf reagieren, was man auf der Bühne erzählt.

Zum Kult um die Show gehört es, dass der Erzähler beschimpft und ausgebuht wird ...

Nach den ersten Vorstellungen dachte ich, ich muss auf die Couch beim Psychotherapeuten (lacht). Aber ich hab mich daran gewöhnt, dass die Zuschauer mich unterbrechen und „Boring“ (,langweilig‘) rufen. Es gehört schließlich dazu. Mittlerweile macht es viel Spaß. Ich habe schnell gemerkt, wie die Zuschauer darauf reagieren, wenn ich zurückfeuere.

Wie feuern Sie denn zurück?

Das ist von Show zu Show unterschiedlich. Es hängt immer vom Publikum ab. Manchmal entstehen sogar kleine Dialoge mit den Zuschauern.

In einigen Inszenierungen trägt der Erzähler am Ende des Stücks Strapse. Sie bleiben beim Smoking. Warum?

Ich finde, Strapse passen einfach nicht. Der Erzähler ist ja nicht in die Handlung eingebunden. Er sieht nur zu und kommentiert das Geschehen von außen. In Strapsen tritt er übrigens auch nur in Deutschland auf. Ich war vor ein paar Jahren in England und habe zwei der Schauspieler aus der Originalbesetzung getroffen. Sie waren entsetzt, als sie hörten, dass der Erzähler hierzulande auch in Strapsen auftritt.

Was sagt Ihre Frau Mirja zu der Show?

Meine Frau liebt sie, hat sie bestimmt schon sechs- oder siebenmal gesehen und immer großen Spaß daran. Sie wird sich sicher auch in Hannover mindestens zwei Vorstellungen anschauen. Wir beide freuen uns schon sehr auf Hannover.

Warum?

Ich mag Hannover sehr gern. Schließlich habe ich dort auch eine sehr glückliche Zeit verbracht. Dort habe ich vor 16 Jahren meine Frau, die ja aus Celle stammt, kennengelernt. Wir erinnern uns beide sehr gern daran, wie wir anfangs gemeinsam die Stadt erkundet haben. Hannover ist richtig fit, eine funktionierende Stadt.

Was haben Sie sich für Ihre Gastspiel-Zeit vorgenommen?

Wir werden auf jeden Fall auch nach Celle zu meinen Schwiegereltern fahren. Und natürlich in den Heide-Park. Das gehört dazu. Da werden wir das gesamte Team sicherlich mitbringen. Die haben einen großen Spaß daran.

Und wie geht es bei Ihnen weiter, wenn der letzte Horror-Vorhang gefallen ist?

Nach der letzten Show fahre ich mit der Familie zehn Tage in den Urlaub. Im September stehen dann Dreharbeiten für zwei Spielfilme der Reihe „Herzkino“ auf dem Programm.

Premiere am 22.7. ab 19.30 Uhr, das Stück läuft bis 2. August. Karten für 41,67 bis 84,02 Euro gibts im NP-Ticket-Shop unter 0511/12 12 33 33.

www.rocky-horror-show.de

VISITENKARTE

Geboren am 20. Mai 1947 in Buenos Aires (Argentinien). Der Sohn eines Deutschen und einer Britin stammt aus der Verlegerfamilie DuMont, die während der Zweiten Weltkriegs vor den Nazis nach Südamerika flüchtete. 1952 zog die Familie nach Europa. Du Mont ging in England zur Schule, machte seine Matura in der Schweiz und besuchte dann eine Schauspielschule in München. Er spielte Theater und war in der amerikanischen Serie „General Hospital“ und in Fernseh- und Kinofilmen zu sehen. Für seine Rolle in Bully Herbigs „Der Schuh des Manitu“ bekam er 2001 den Deutschen Comedypreis.


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