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Mensch-Hannover Sixx Paxx: Terenzi zeigt (ein bisschen) nackte Haut
Menschen Mensch-Hannover Sixx Paxx: Terenzi zeigt (ein bisschen) nackte Haut
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13:16 04.03.2018
Hannover

Davon bekommt Marc Terenzi (39) gar nichts mit: Er trainiert im Backstagebereich ganz gelassen seine Oberarme, genießt Momente mit seiner Freundin Anja (30), trifft sich sogar noch kurz mit der NP zum Schnack: „Wenn sie mich hier jetzt sehen, dann ist die Hölle los“, sagt er auf der Bühne, den Blick auf den Innenraum gerichtet –  die 1100 roten Sessel sind leer. Noch ...

Fünf Minuten später werden die Türen aufgemacht, dann gibt es für die Damen kein Halten mehr. Die Sixx Paxx sind in der Stadt, neun bis auf den allerletzten Muskel durchtrainierte Jungs lassen gleich gekonnt die Hüllen fallen. Terenzi ist vorwiegend der musikalische Teil der Show, lässt ab und zu dann aber auch die Hüften kreisen, zieht auch mal sein T-Shirt aus.

„Ich freue mich total auf mein Heimspiel hier“, sagt er und lacht. „Das Theater am Aegi war die erste ausverkaufte Location dieser Tournee, das ist really der Hammer.“ Mehrere Jahre hat der Sänger in Hannover gewohnt, ist von hier aus nach Australien geflogen, als er beim Dschungelcamp von RTL gekämpft und den Titel „Dschungelkönig“ wieder mitgebracht hat. Seitdem hat er sich in die Herzen seiner Fans gedenglisht – und das soll an diesem Abend im Theater am Aegi auch nicht anders sein.

Eine gute halbe Stunde müssen die Damen aber auf Terenzis  Auftritt warten – und da hatten sich viele von ihnen schon ordentlich verausgabt: Es wurde gekreischt, wie bei einem Teeniekonzert, der Lärm war in weiten Teilen des Abends wirklich ohrenbetäubend. Die Profi-Stripper (darunter Model und „DSDS“-Teilnehmer Patrick Fabian, 30) hatten sich bereits so einige Feinripp-Unterhemden vom Leib gerissen, sich in den vorderen Reihen an lechzenden Besucherinnen geschubbert. Aus den hautengen Jeans sind die Jungs jedenfalls schneller als manche Frau. „Hallöchen“, raunt da eine entzückt im Oberrang, rückt sich die Brille zurecht. Mann und Kind daheim sind für zweieinhalb kurzweilige Stündchen mal eben vergessen.

Die Jungs tanzen an der Stange, rekeln sich, die Stimmung ist explosiv, und als er dann endlich auf die Bühne kommt, rasten alle komplett aus: „Tonight ist the night“, später dann „Girls hit your hallelujah“, Terenzi singt den Hit von Mark Ronson (42) und Bruno Mars (32), Balladen wie „Bed of Roses“ von Bon Jovi, „Men in Black“, für eine Lena gibt es noch „Happy Birthday“, die Gute hat Geburtstag – und verbringt ihn hier.  Und noch eine wurde glücklich gemacht: Tanja Breuer aus Lindhorst. Jedoch nicht von den Muskelmännern, für die sie bezahlt hat – sondern von Christoph Winkelhake, er macht ihr während der Show einen romantischen Heiratsantrag, sie sagte „Ja“.

All das verfolgt Terenzis Freundin Anja ganz wachsam, mal steht sie rechts, mal links neben der Bühne. „Mir macht das nichts aus, ich bin es gewohnt“, sagt sie über die gierigen Blicke hunderter Frauen auf ihren Liebsten. „Ich sehe das ganz entspannt.“ Trotzdem begleitet sie den 39-Jährigen auf weiten Teilen der „Sexy Circus Tour“, sicher ist sicher. Vor der Show waren die zwei noch in der City shoppen, Terenzi kaufte ihr ein neues Outfit, auch die schwarzen, megahohen Schuhe. „Ich laufe darin auf ihn zu“, widerspricht die Blondine dem Aberglauben, mit Schuhen beschenkte Frauen würden den Männern darin weglaufen. „Und in Amerika kennen wir diesen Spruch  sowieso nicht“, ergänzt Terenzi lachend.
Er lacht sowieso viel an dem Abend – der Zuspruch aus den hannoverschen Publikum tut ihm offenbar gut, angehimmelt zu werden sowieso. Das ging so auch in der kurzfristig organisierten Aftershowparty im „Face“-Club an der Goseriede weiter. „Ich will den Leuten hier etwas zurückgeben“, so der Amerikaner. Ist ihm gelungen. Auch wenn der „Sexy Circus“ mit plump angedeuteten Sex-Szenen mit den Besucherinnen zum Teil zum Fremdschämen war: Es war eine durchdachte, unterhaltsame Show mit klasse Lichteffekten, kühner Choreograpie, tollen Tänzern –  und einer Hütte, die schon brannte, und dann kam trotzdem noch ein Feuerspucker.

Mirjana Cvjetkovic

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