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Jamie-Lee Kriewitz

Singt sie sich auch in Europas Herz?

Nachdem Jamie-Lee Kriewitz (17) aus Bennigsen „The Voice of Germany“ gewonnen hat, können sich viele eine Teilnahme der Bennigserin beim ESC vorstellen. Und die Vergangenheit zeigt: Ihre Chancen stünden gut.

Hannover. Es zeichnete sich bereits vor dem großen Finale von „The Voice of Germany“ ab: Gewinnerin Jamie-Lee Kriewitz (17) kommt an. Schon bevor sie ihren Song „Ghost“ erstmals live im Fernsehen performte, war er mit annähernd 200 000 Aufrufen ein Youtube-Hit. Seit gestern stieg die Klickzahl auf über 330 000 an. Beim Download-Service iTunes schob sich Jamie-Lees Siegersong über Nacht an „Hello“ von Mega-Star Adele (27) vorbei. Ihr Voice-Coach Smudo (47) bescheinigte der 17-jährigen Bennigserin bereits mehrfach internationales Format.

Das könnte sie im nächsten Jahr beim Eurovision Song Contest in Stockholm beweisen. Nachdem Xavier Naidoo (44) nach heftiger Kritik aus der Öffentlichkeit seine Darbietung für Deutschland beim ESC zurückzog, wird es im nächsten Jahr nun doch wieder einen Vorentscheid um die Teilnahme am großen europäischen Musikspektakel geben. Jamie-Lee ist eine heiße Kandidatin. „Ich hätte viel Lust darauf, Deutschland beim ESC zu präsentieren. Allerdings wäre der Vorentscheid wieder eine Wettbewerbssituation. Ich weiß nicht, ob ich mir das jetzt noch einmal zutraue“, sagt Jamie-Lee.

Fällt ihre Entscheidung positiv aus, hätte sie gute Chancen bei dem europaweiten TV-Event. Wie die letztmalige deutsche ESC-Siegerin Lena Meyer-Landrut (24) hat Jamie-Lee eine beliebte Casting-Show auf Pro 7 gewonnen. Wie Lena hat Jamie-Lee einen hohen Wiedererkennungswert und ist es mittlerweile gewohnt, vor einem Millionenpublikum zu singen. Und: Beide Sängerinnen kommen aus Hannover und Umland. Anders als Lena ist Jamie-Lee aber unkonventionell. Ihr Erscheinungsbild im Manga-Stil ist verspielt, nervt aber nicht. Mit ihrem schrillen Äußeren und ihrem bodenständigen Auftreten hat sie sich viele Fans gemacht und gezeigt, dass auch ein unkonventionelles Auftreten zu konventionellem Erfolg führen kann - dass vielleicht genau darin das Erfolgsgeheimnis liegt. Wieso also sollte also eine Künstlerin, die in Deutschland ankommt, nicht auch ganz Europa überzeugen?

ESC-Experte Irving Wolther ist sich sicher: „Man fährt beim ESC nie gut damit, Dinge zu machen, die die Leute schon kennen. Sicher kann man da mit Jamie-Lee punkten.“ Wichtig sei aber nicht nur eine gute Interpretin: „Es braucht auch immer den richtigen Song und die richtige Darbietung.“ Jamie-Lee setzte während „The Voice“ stets auf den ruhigen Aufritt. Die große Bühnenshow zogen andere ab. Und das beeindruckte die Zuschauer. Für Wolther ist der ESC „eine tolle Chance für einen junge Sängerin, sich einem Millionenpublikum zu präsentieren“.

Jetzt ist es an Jamie-Lee Kriewitz, ihre Karriere weiter zu planen. Der Schritt auf die ESC-Bühne ist groß, aber er wäre konsequent. Und vielleicht heißt es dann ja bald wieder: „Twelve Points go to Germany.“


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