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MITTAGS IN DER MARKTHALLE: 
Doris Schröder-Köpf und Boris
Pistorius legten gestern eine Pause
bei Espresso und Mineralwasser
ein - ganz entspannt.

MITTAGS IN DER MARKTHALLE:
Doris Schröder-Köpf und Boris
Pistorius legten gestern eine Pause
bei Espresso und Mineralwasser
ein - ganz entspannt.© Rainer Droese

Neues Polit-Paar

Sie verstecken ihre Liebe nicht mehr

Es war ein schöner erster gemeinsamer Arbeitstag nach Bekanntwerden ihrer Beziehung: Doris Schröder-Köpf (53) und ihr neuer Lebensgefährte Boris Pistorius (56) verbrachten auch die Mittagspause zusammen in der Markthalle.

Hannover. So macht eine Mittagspause doch Spaß: Sie bestellt in der Markthalle am Stand von Angelo Masala einen Salat und ein Mineralwasser, er bleibt zunächst beim Espresso. Donnerstag, 27. Oktober 2016, 13.15 Uhr: Doris Schröder-Köpf (53) und Boris Pistorius (56) beendeten quasi ganz offiziell die Geheimhaltung ihrer Beziehung, die Integrationsbeauftragte des Landes und der Minister fürs Innere ließen sich kurzerhand gemeinsam fotografieren (nachdem sie zunächst getrennt den Landtag verlassen hatten) - das wars dann aber auch.

Gehaltvolle Statements zu ihrer Liebe gab es nicht. Nur so viel: „Natürlich verstehe ich gut, dass Sie diese Frage stellen müssen, allerdings werde ich auch weiterhin zu privaten Sachverhalten keine Stellungnahme abgeben“, sagte die 53-Jährige Noch-Ehefrau von Altkanzler Gerhard Schröder (72) der NP. Der Minister hielt es ganz ähnlich: „Privates ist privat.“ Und ergänzte auf die Frage, wie es ihm denn ginge, ein freudestrahlendes: „Na, super!“

So sah er irgendwie auch aus: Den ganzen Tag über ein - teilweise verschmitztes - Lächeln im Gesicht und auch körperlich sah der 56-Jährige fitter aus als sonst - sechs, sieben Kilo dürften es in den vergangenen Wochen weniger auf der Waage geworden sein. Einen Farbtupfer setzte er mit seiner roten Krawatte mit den weißen Punkten in die sonst eher graue bis dunkle Anzugwelt der Landtagspolitiker. War das vielleicht mit ihr abgestimmt? Doris Schröder-Köpf hatte sich für den Tag nach dem Bekanntwerden ihrer neuen Liebe auch für eine knallrote Bluse entscheiden - mindestens so rot wie die Liebe.

Bei beiden war das Thema Partnerschaft zuletzt ja kein einfaches - aus ganz unterschiedlichen Gründen. Bei den Schröders steht die Scheidung an, die das Paar nach 19 Ehejahren vor wenigen Wochen eingereicht hat. Und Boris Pistorius hat seine Frau Sabine († 54) verloren, sie starb im vergangenen Jahr nach einer Krebserkrankung. Nun schauen beide hoffentlich fröhlich gestimmt nach vorne.

Das prominente Paar war auch am Rande der Landtagssitzung das Gesprächsthema Nummer eins. „Schön für die beiden“, freute sich eine Saaldienerin. Eine andere: „Hoffentlich hält es.“

Mit Pistorius und Schröder-Köpf haben zwei der wenigen Landespolitiker zusammengefunden, die auch bundesweit eine gewisse Aufmerksamkeit genießen. Der Minister ist seit Jahresbeginn immer häufiger als Stimme der SPD bei innenpolitischen Fragen zu hören. Auch der 53-Jährigen werden immer wieder Ambitionen nachgesagt, in die Berliner Politik zu wechseln. Wobei gerne vergessen wird, dass das für beide wohl nur attraktiv wäre, wenn die SPD in Niedersachsen zuvor die Mehrheit verloren hätte. Im Landtag wird bereits spekuliert, was die Beziehung der beiden für ihre Arbeit bedeutet. Er ist als Innen- und Polizeiminister zum Beispiel für Abschiebungen zuständig. Sie als Migrationsbeauftragte hat sich mehrfach für eine großzügige Flüchtlingspolitik ausgesprochen. „Da wird die CDU wohl künftig offiziell anfragen, was die beiden beim Frühstück besprechen“, scherzte ein Mitarbeiter der Landesregierung.

Liebe im Politikbetrieb - geht das? Beziehungen von Politikern stünden immer unter Beobachtung, gerade wenn beide einen gewissen Promifaktor besitzen, sagten Landtagskollegen. Auf der anderen Seite seien beide diese Situation gewohnt. Schröder-Köpfs Sitznachbar, SPD-Mann Mustafa Erkan (31), strahlte jedenfalls vor purer Freude: „Das ist die schönste Nachricht, die ich in diesem Jahr bisher gehört habe.“ Landtagspräsident Bernd Busemann (64, CDU): „Ich wünsche den beiden viel Glück und drücke die Daumen.“ Andere Kollegen hielten sich bedeckter, wollten ihre Meinung zum neuen Traumpaar der Landeshauptstadt lieber nicht öffentlich bekannt geben.

Jedenfalls können sich Schröder-Köpf und Pistorius nun hoffentlich ganz unbeschwert in der Öffentlichkeit bewegen.


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