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Gestatten – Schmitz: Schauspieler Patrick Schmitz schlüpft gerne in andere Rollen – am liebsten in die von Heinz Erhardt.

Gestatten – Schmitz: Schauspieler Patrick Schmitz schlüpft gerne in andere Rollen – am liebsten in die von Heinz Erhardt.

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Schauspieler Schmitz hat ein Faible für Heinz Erhardt

Er hat seine Paraderolle durch puren Zufall gefunden: Seit Jahren mimt Schauspieler Patrick Schmitz (39) den Kult-Komiker Heinz Erhardt. Im Theater am Aegi ist er ab dem 23. November als Heinz Erhardt in „Der Kleingarten-König“ zu sehen. Die NP sprach mit ihm über Schrebergärten, Humor und Brillen aus Hannover.

Hannover.. Herr Schmitz, Sie sind 39 Jahre alt und stellen Heinz Erhardt dar. Mussten Sie ihn früher mit den Eltern gucken?

Musste ist gut, ich wollte das (). Meine Mutter mochte die Sendungen sehr und ich auch. Ich hatte auch so einige Kassetten mit seinen Liedern und Gedichten, die habe ich rauf und runter gehört.

Warum liegt Ihnen diese Rolle so?

Das ist Zufall irgendwie. Vor acht, neun Jahren – ich war am Theater in Bamberg – wurde ein Heinz-Erhardt-Programm gespielt, es handelte von seinem Leben. Dass ich ihn spielte, hatte sich ergeben. Irgendwann wurde mir gesagt: „Du machst das wie er, du bewegst dich wie er, du siehst sogar aus wie er!“ Ich habe das aber nie geübt, sondern aus meinen Erinnerungen heraus abrufen können.

Und was fasziniert Sie am Menschen Heinz Erhardt?

Sein Humor. Diese clevere, intelligente Art von Humor, die er in Kindlichkeit und Naivität verpackt hat – aber eben sehr clever. Außerdem konnte er mit Sprache jonglieren, man kann ihn zweifelsohne mit Dichtern wie Ringelnatz und Morgenstern in einer Reihe nennen. Das finde ich an ihm so toll. Er gehörte zu der Sorte Kleinbürger, die ein Narr und ein Schelm waren und denen man nicht böse sein konnte.

Auf der Bühne tragen Sie eine ganz besondere Brille.

Ja, die stammt sogar aus einem Brillengeschäft in Hannover. Optikus heißt es, es hat einige Heinz-Erhardt-Brillen, deren Rahmen so aussehen wie der Großteil derer, die er getragen hat. Dazu gibt es auch noch ein Foto von Heinz Erhardt ().

Wie lange dauert es dann, bis Sie nach der Show wieder zum Enddreißiger mutieren?

Das geht eigentlich sofort. Das geht auch gleich in der Pause und auch während des Stücks, wenn ich mal in der Gartenhütte verschwinde. Da strecke ich mich sofort und stelle mich gerade hin. Denn die von Erhardt erfundene Figur ist bucklig: Auf der Bühne stehe ich also in gebückter Haltung da, im Gartenhaus bin ich 39, sobald ich weder raus bin wieder 50, 60 ...

Wäre so ein Laubenpieperleben auch was für Sie?

Puuuuuh (). Meine Eltern hatten einen Schrebergarten, da war ich als Kind sehr oft. Auf die Dauer könnte ich da aber nicht leben, eine Zeitlang wäre okay, sonst wäre es mir echt zu fad.

Würden Sie auch Obst oder Gemüse anpflanzen? Oder nur grillen?

Ich würde auch etwas anpflanzen, Obst und Gemüse! Ich liebe Erdbeeren und Brombeeren. Und ich würde etwas säen, wovon man lange etwas hat – Knoblauch zum Beispiel.

Wussten Sie, dass Heinz Erhardt Teile seines Lebens bei uns in der Region verbracht hat? Er lebte ein paar Jahre in der Wennigser Mark und ist in Hannover zur Schule gegangen, der heutigen Tellkampfschule.

Ja, seine Kindheit fand in Hannover statt, das wusste ich. Wenn ich Zeit habe, werde ich mich auf seine Spuren begeben. Wird ohnehin spannend für mich, ich war nämlich noch nie in Hannover.

„Der Kleingarten-König“ läuft im Theater am Aegi am 23., 24. und 25. November jeweils um 20, am 25. auch um 16 Uhr. Tickets kosten zwischen 29 und 44 Euro in den NP-Ticket-Shops (etwa Lange Laube 10) oder im Netz unter neuepresse.tickets.de

Von Mirjana Cvjetkovic


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