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GENIESST DIE EILENRIEDE:
Schauspielerin Gisa Zach lebt 
gern in ihrer Heimatstadt 
Hannover.

GENIESST DIE EILENRIEDE:
Schauspielerin Gisa Zach lebt
gern in ihrer Heimatstadt
Hannover.© Petrow

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Gisa Zach liebt ihre Heimat Hannover

Schauspiel-Star

Bekannte Unbekannte: Mit dem Namen Gisa Zach (39) können viele oft nicht viel anfangen - dafür umso mehr mit ihrem Gesicht. Die Hannoveranerin ist erfolgreiche Schauspielerin.

Hannover. Vor ein paar Tagen erst ist es wieder passiert. Gisa Zach (39) begleitete eine Freundin zum Arzt und saß im Wartezimmer. „Eine ältere Frau hat mich lange und intensiv angeschaut und dann gesagt: ‚Wir kennen uns. Irgendwoher kennen wir uns.‘“ Nun wollte die 39-Jährige nicht durch den ganzen Raum „Ich bin manchmal im Fernsehen“ antworten und sagte: „Wahrscheinlich sehe ich nur jemandem ähnlich.“

Ab nächstem Monat wird Zach wieder täglich erkannt, am 11. Oktober läuft die letzte Staffel der ZDF-Serie „Forsthaus Falkenau“ mit ihr in der Hauptrolle als Förster-Freundin Dr. Marie Stadler an. Der Name Gisa Zach ist eher unbekannt, ihr Fernsehgesicht kennt ganz Deutschland. Die Liste der TV-Titel ist lang und reicht von „Wege zum Glück“, über „SOKO 5113“ und „Küstenwache“ bis zu „Da kommt Kalle“, „Hallo Robbie“, „Unser Charly“ und dem „Traumschiff“. Noch bis November steht Zach in Hannover auf der Bühne, in „Schwanensee in Stützstrümpfen“ im Neuen Theater. „Im Oktober spielen wir täglich, sonnabends sogar zweimal“, sagt die Mama von Marie (13) und Rosa (10), „da bleibt nicht mal Zeit, mir die neuen Episoden aus dem ,Forsthaus‘ anzuschauen.“

Mit dem Rennrad ist die sportliche Schauspielerin zum Termin mit der NP gekommen, zehn Minuten sind es von der neuen Wohnung in der Oststadt, in die sie gerade mit ihrem neuen Freund Matthias gezogen ist. Zach ist Hannoveranerin, auf die Welt gekommen im Oststadtkrankenhaus. Mit 19 verließ sie die Stadt, lebte in Essen, Düsseldorf und Bochum und drehte in Berlin, Passau und in der ganzen Republik. Die gebürtige Gisa Schmidt lernte den Kollegen Franz Xaver Zach (59) kennen und lieben, heiratete und bekam zwei Töchter. Das Glück war nicht von Dauer, nach der Trennung kam sie zurück in die Heimatstadt, in der Eltern und Oma leben: „Am Anfang ist es mir schwergefallen, ich musste die Stadt als Erwachsene ganz neu entdecken.“ Und am Set gegen die Häme ankämpfen. „Wo kommst du her? Aus Hannover? Geht ja gar nicht. Die Kommentare waren so ätzend wie die Vorurteile“, sagt Zach, die längst wieder „stolz auf meine Stadt ist“ und sie vehement verteidigt. „Ich lebe 1000-mal lieber hier, als die dreimillionste arbeitslose Schauspielerin in Berlin-Mitte zu sein“, ruft sie in die Eilenriede. Aber es ging ihr nicht immer so glänzend wie heute. Vor einigen Jahren hat sie im Steakhaus Kampe in Bothfeld ausgeholfen - ein Freundschaftsdienst: „Da lief gerade ‚Wege zum Glück‘ rauf und runter. Da hieß es von den Gästen immer: ‚Sie sehen dieser Nina in der Serie ähnlich. Aber das können Sie gar nicht sein. Die ist ja ein Star, die muss nicht kellnern.‘“

„Da hinten habe ich mal Hockey gespielt“, sagt Zach plötzlich und zeigt in Richtung HCH, „und daneben spielen meine Töchter.“ Daneben, das ist der DTV. Sie ist wieder fest verwurzelt, speist gern im „Rosmarin“ im Volgersweg und im „Da Pino“ (Robertstraße) und schwärmt vom „besten Cappuccino der Welt“ bei Massimo am Aegi. Letzte Woche war sie in Berlin, es ging um eine neue Serie, die schlanke Gisa ist dick im Gespräch. Nächstes Projekt ist aber erst mal „ein Besuch bei 96, da war ich noch nie“. Der Schauspielstar ist wieder ganz angekommen in Hannover. Angekommen, um zu bleiben.