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Michaela Schaffrath ganz entspannt im "Jack the Ripper`s" am Kröpcke.

Michaela Schaffrath ganz entspannt im "Jack the Ripper`s" am Kröpcke.© Nigel Treblin

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Schaffraths spannendes Krimi-Jahr

Bald kann Michaela Schaffrath (44) Hannover getrost ihr zweites Zuhause nennen: Die Schauspielerin ist zunächst im Theater am Aegi zu sehen und steht dann für mehrere Wochen im Neuen Theater auf der Bühne.

Hannover. Sie hatte in ihrer Karriere als Krimi-Schauspielerin einen ganz klassischen Anfang - „als Leiche“. Michaela Schaffrath (44) muss lachen, wenn sie an eine ihrer ersten Rollen denkt. Da hat sie nämlich nicht lange überlebt - sie starb in der Serie „Die Wache“ in den ersten Minuten. Gut, dass das in „Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper“ anders ist: Da spielt die Blondine im Theater am Aegi Schwester Mary, die gute Seele eines abgelegenen Sanatoriums - und bleibt da hoffentlich länger am Leben.

Weil es thematisch gut passt, hat die NP die 44-Jährige zum Interview ins „Jack the Ripper’s“ am Kröpcke gebeten. Nicht mit Bloody Mary, dafür bei einem leckeren Cappuccino in dem Kellergewölbe. „Ich bin überrascht, dass es so eine Kneipe hier gibt“, zeigt sie sich begeistert von der „London Tavern“, „diese vielen Details und tollen Wandmalereien.“ Unsere Stadt ist eben schön, daran hat Schaffrath auch keinen Zweifel. „Ich freue mich auf Hannover und das Theater am Aegi“, plaudert sie munter drauflos, „in diesem Haus herrscht gigantische Atmosphäre.“ Diese Erfahrung hat sie vor ziemlich genau einem Jahr gemacht, da hatte sie mit Harald Dietl (81) und Dustin Semmelrogge (34) in der Komödie „Urlaub mit Papa“ auf der Bühne gestanden. „Und dieses Jahr geht es bei mir sehr krimilastig zu“, sagt sie beim Blick auf 2015. Nach dem Sherlock-Holmes-Stück ist sie nämlich bald wieder in der Stadt, ab 14. Mai in „Die toten Augen von London“ von Edgar Wallace († 56) im Neuen Theater.

„Endlich bin ich im Frühling und Sommer hier, sonst habe ich hier nur in den kalten Monaten gespielt“, freut sie sich - und weiß auch schon konkret, was sie alles unternehmen möchte: die Rathaus-Kuppel besichtigen („ein wunderschönes, pompöses Gebäude“) und „mal mit einem Bötchen auf dem Maschsee schippern“. Ach ja, zu einem Heimspiel von Hannover 96 will sie auch mal, der Sport liegt ihr: „Früher war ich oft bei Alemannia Aachen und bin immer noch großer FC-Köln-Fan.“ Zeit für diese Aktivitäten hat sie allemal, das Wallace-Stück läuft bis 30. Juni. Ungewiss ist nur dieser Wunsch: „Ich möchte mal die 96-Fans in Aktion sehen“, zurzeit läuft es bei den Roten ja nicht nur in dieser Hinsicht eher unrund.

Dieses Jahr soll Schaffraths Krimi-Jahr werden, die Schauspielerin mag das Genre: „Ich liebe Krimis! Weil der Fokus im Gegensatz zur Komödie auf Spannung und Schreckmomenten liegt.“ Sonntagabend ist bei ihr immer Krimi gucken angesagt, auch wenn sie danach nicht gleich schlafen kann: „Dann brauche ich erst mal eine Tier- oder Geschichtsdoku zum Runterkommen.“ Insbesondere die skandinavischen Filme haben es der 44-Jährigen angetan, auf die „Millennium“-Trilogie von Stieg Larsson († 50) lässt sie nichts kommen und guckt außerdem regelmäßig „Wallander“ und „Protectors“. „Die Skandinavier können es einfach. Und sie trauen sich auch mehr als die Deutschen“, urteilt die Wahl-Hamburgerin.

Sie traut sich außer dem Genre Komödie jetzt jedenfalls auch Krimis zu - und wir sind gespannt, wie spannend es Manuela Schaffrath auf den Bühnenbrettern machen wird.

„Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper“ am 26., 27. und 28. März jeweils um 20, am 28. auch 16 Uhr im Theater am Aegi. Tickets kosten zwischen 25 und 39,90 Euro. „Die toten Augen von London“ läuft vom 9. Mai bis 30. Juni im Neuen Theater.