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ERFAHREN: Michaela Schaffrath machtsich stark für kranke Kinder – das warfrüher auch ihr Job.

ERFAHREN: Michaela Schaffrath macht sich stark für kranke Kinder – das war früher auch ihr Job.© Natalie Becker

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Schaffrath: zurück zu beruflichen Wurzeln?

Seriöser Blazer, hochgeschlossene Bluse, blaue Jeans - bei ihrem Besuch gestern in der Kinderklinik der MHH erinnert nichts an ihre Vergangenheit als Erotikdarstellerin.

Hannover. „Ich will die Zeit nicht leugnen, aber das ist 13 Jahre her. Damit habe ich abgeschlossen“, sagt Michaela Schaffrath (42), einst als Gina Wild bekannt. Und auch wenn sie ihren Künstlernamen am liebsten löschen würde (so wie die Inhalte der dazugehörigen Internetseite), hat er ihr doch eine gewisse Prominenz beschert, die bis heute anhält.

Sonst wäre die „dsai“, Organisation für angeborene Immundefekte, wohl nicht auf Michaela Schaffrath aufmerksam geworden. Auch wenn deren Vorsitzende, Gabriele Gründl, das anders formuliert. „Wir haben im Internet recherchiert. Den Ausschlag hat gegeben, dass sie gelernte Kinderkrankenschwester ist“, so Gründl. Schaffrath soll auf die seltene Krankheit, von der vor allem Kinder betroffen sind, aufmerksam machen. „Als Schirmherrin mache ich Werbung für die ,dsai’. Ich würde aber nie wahllos Organisationen unterstützen“, betont sie. In ihrer Zeit als Krankenschwester habe sie Kinder mit Immundefekten betreut. „Ich weiß, worum es geht.“

Nun kehrt sie also zurück zu ihren beruflichen Wurzeln - wenn auch nicht aktiv. „Vor drei Jahren habe ich mal daran gedacht, wieder als Krankenschwester zu arbeiten“, sagt Schaffrath, „damals gab es berufliche und finanzielle Engpässe.“ Ausgeschlossen ist es also nicht, dass man sie noch einmal im Krankenschwestern-Outfit sieht. „Derzeit fühle ich mich aber sehr wohl in meinem Beruf“, meint die Schauspielerin, die noch bis zum 3. Februar im Stück „Zauberhafte Zeiten“ im Neuen Theater zu sehen ist. „Schauspielerin zu sein und mich für Kinder engagieren zu können, ist einfach toll.“ Und wie sieht es mit der Familienplanung aus? „Die ist vorerst abgeschlossen. Momentan passt es nicht in die Karriereplanung von mir und meinem Mann. Aber wir hätten uns das sehr gut vorstellen können.“